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Im Gemeinderat vom September hat die Liste Baum / Stadträtin Maringer einen Resolutions-Antrag für einen verdichteten S-Bahn Takt gestellt. Resolutionen sind dafür da, von anderen etwas einzufordern, aber zumeist selbst nichts dafür zu leisten. Maringer fragte bei uns an, ob wir ebenfalls den Antrag mitstellen wollen. Als Klubobmann der ÖVP Purkersdorf habe ich daher den Antrag genau studiert, um zu sehen, ob eine gemeinsame Antragstellung Sinn macht. Abgesehen von Rechtschreib- und Grammatikfehlern in Maringers Antrag, besserte ich einige Denkfehler aus und schrieb einen annähernd gleichen Antrag, der sich in Nuancen unterschied und fragte dann an, ob wir uns auf dieses Papier einigen könnten.

Darauf kam jedoch nie eine Antwort, stattdessen stellte Maringer ihren Antrag im Gemeinderat – mit all den problematischen Inhalten. Ich brachte meinen Antragsentwurf als Gegenantrag ein, der jedoch mit SPÖ-Mehrheit abgelehnt wurde.

Warum habe ich einen Antrag geschrieben und welchen Inhalt hatte dieser?

Begonnen hat die Diskussion mit dem Thema der U-Bahn Verlängerung nach Purkersdorf. Dazu eine kurze Stellungnahme: Ein U-Bahn Zug fasst 880 Menschen. Aus Purkersdorf pendeln 3.000 Menschen nach Wien (Arbeitnehmer und Schüler). Mit 3,4 U-Bahn Zügen könnte ich also alle Purkersdorfer Pendler nach Wien bringen. Aus der gesamten Region (also alle Gemeinden rundherum) pendeln rund 8.100 Menschen nach Wien – das wären dann 9,2 U-Bahn Züge. Noch dazu müsste man ja dann eine sehr große P&R-Anlage in Purkersdorf bauen, damit die alle Platz zum Umsteigen haben.

Wir wollen sicher keine Mega P&R-Anlage in Unter-Purkersdorf.

Die andere Möglichkeit, um eine U-Bahn finanzierbar zu machen, wäre, wenn Purkersdorf ähnlich wie Hütteldorf auf 50.000 Einwohner wachsen würde. Dazu müsste man aber ganz Purkersdorf zubetonieren. Ich weiß nicht, ob das dem Bürgermeister vorschwebt – wir wollen das jedenfalls nicht! Und leider kann man auch nicht die U-Bahn auf bestehender Infrastruktur nach Purkersdorf verlängern, weil die Westbahn ja ohnehin nur 4gleisig ist und diese Gleise von den ÖBB auch benötigt werden. Ein Tunnelbau wäre natürlich astronomisch teuer – ginge aber theoretisch schon.

Und damit kommen wir zur S-Bahn

Die ÖVP Purkersdorf ist seit jeher die Speerspitze, wenn es um den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel geht. Wir haben 2008 erstmals die Taktverdichtung auf 4 Züge pro Stunde erreicht, den Nachtbus umgesetzt, die Taktverdichtung Viertelstundentakt bzw. Halbstundentakt in den Hauptverkehrszeiten ab 2015 erreicht und seit mindestens 10 Jahren darum gekämpft, dass unsere Außenzone billiger wird. Das ist ja mit der Tarifreform auch in Kraft getreten.
Wir wollen daher den Ausbau der S-Bahn umsetzen. Die notwendige Infrastruktur ist da, es braucht nur die notwendigen Züge. Und da scheiden sich jetzt ein wenig die Geister…
Für uns ist wichtig, dass es Mo-Fr in den Hauptverkehrszeiten einen Viertelstundentakt gibt, der in den Abend hinein verlängert wird. Konkret also von 5-9 Uhr und 15.00 bis 23.00 Uhr. Dazwischen sollte es einen Halbstundentakt der S-Bahn geben mit zusätzlich den normalen REX-Zügen (2x pro Stunde). Was die Grünen fordern, nämlich einen 7 1/2 Minuten Takt, kann ich einfach nur als Wahlkampfgag bezeichnen. Da sind wir ja wieder beim Thema, dass die Züge leer fahren, weil so viele Leute wieder nicht pendeln.

Die Finanzierung

Abgesehen davon, nehme ich an, dass Frau Maringer sich vermutlich nicht sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt hat, sondern einfach wild irgendwelche Forderungen, die gut klingen, in den Raum stellt. Das ist eine Art von Politik, für die wir sicher nicht zu haben sind.
Auch bei der Finanzierung wirft sie mit Phantasiezahlen um sich. Maringer möchte den 7 1/2 Minuten Takt ja auch bis Tullnerbach haben. Nach meiner Recherche beim VOR würde alleine diese Verstärkung des Taktes ca 4 Mio. Euro kosten. Der Viertelstundentakt bis Tullnerbach würde rund 8,5 Mio. Euro kosten. Zudem würde dafür vermutlich auch das Zugmaterial nicht zur Verfügung stehen – es müssten also auch neue Zugsgarnituren gekauft werden. Ein 7 1/2 Minuten-Takt ist aus meiner Sicht erst dann sinnvoll, wenn wir zuerst einen Viertelstundentakt realisieren können. Wenn die Öffis dann entsprechend angenommen werden, dass eine weitere Taktverdichtung notwendig wird, ist es nur logisch den Takt weiter zu verdichten. Aber es ist sinnlos, das von Beginn an einzufordern.
Aus diesem Grund habe ich beim Antrag im Gemeinderat gemeint, dass wirs lieber richtig machen sollten. Ich will einen besseren Takt umsetzen und nicht Forderungen aufstellen, die nie umgesetzt werden.

Daher habe ich auch vorgeschlagen, dass sich Purkersdorf an der Finanzierung beteiligen könnte – so wie das in anderen Gemeinden in ganz Österreich absolut üblich ist. Gerade bei Zugverbindungen am Abend ist die Mitfinanzierung von Gemeinden usus geworden. Und dabei geht es ja nicht um eine Aufteilung von 50:50, sondern eher um den symbolischen Charakter. Wenn ich als Gemeinde zeige, mir ist die Taktverdichtung so wichtig, dass ich mitzahle, dann werde ich meine Partner eher bewegen können, diese auch umzusetzen.

Mein Antrag im Gemeinderat, der eben eine wesentliche Taktverdichtung bis Unter-Purkersdorf vorgesehen hätte, wurde leider abgelehnt. Damit ist natürlich auch die Realisierung einer solchen Taktverdichtung in weite Ferne gerückt. Wie wenig Ahnung Stadträtin Maringer vom Thema öffentlicher Verkehr hat, zeigt schlussendlich auch die Tatsache, dass sie in ihrem Antrag nur das Land NÖ und den Bund zur Taktverdichtung auffordern wollte. Der größte Finanzierungspartner ist jedoch das Land Wien, das die Kosten der S-Bahn Taktverdichtung auf Wiener Gebiet zu tragen hätte. Wenn die Wiener nicht mitmachen, gibt es auch keine Taktverdichtung für Purkersdorf. Mein Antrag beinhaltet dieses Faktum natürlich.

Nur Populismus – kein Umsetzungsgedanke

Die Posse um diesen Antrag zeigt einmal mehr: der Liste Baum und Maringer geht es nur darum, ideologische Pflöcke einzuschlagen und nicht darum, auch wirklich etwas für Purkersdorf umzusetzen. Das zieht sich auch durch die gesamte Laufzeit ihrer Arbeit. Bislang hat sie in ihrem Ressort – das im Übrigen genügend Geld für Maßnahmen im öffentlich Verkehr hätte – noch überhaupt nichts umgesetzt. Bis halt auf die zusätzlichen Fahrradabstellanlagen. Die Bilanz ist jedenfalls dürftig, wenn man bedenkt, dass sie bereits seit über 4 Jahren im Amt ist. Mir ist wichtig, tatsächlich eine Taktverdichtung für die Region Purkersdorf zu erreichen – da werde ich auch weiter dran bleiben!

 

Und hier mein Antrag im Wortlaut

Gegenantrag zum Thema Verstärkung des S-Bahnangebots auf der Westbahnstrecke

Eine weitere Stärkung des öffentlichen Verkehrs steigert auch die Lebensqualität in unserer Heimatgemeinde: weniger Lärm und nicht zuletzt mehr Verkehrssicherheit für FußgängerInnen und vor allem auch Kinder und jüngere VerkehrsteilnehmerInnen. Gleichzeitig kann auch eine CO2-Ausstoß Verringerung erreicht werden, wenn mehr Menschen öffentliche Verkehrsmittel dem Auto vorziehen.

Dazu ist es notwendig, die Bahn auch in den Abend- und Nachtstunden und in der Freizeit zu attraktiveren. „Regelarbeitszeiten“ sind vielfach überholt, die Arbeitszeiten haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert, zusätzlich wollen Viele die Freizeit in den Städten verbringen und dann erst nach Hause fahren. Jugendliche ziehen in die Stadt, weil ihr Zuhause nach dem Treffen mit FreundInnen weniger gut erreichbar ist. Ein Viertel-Stunden-Takt der S-Bahn zwischen 5 Uhr und 24 Uhr entspricht den Lebensgewohnheiten von immer mehr Menschen, die im Wienerwald leben und würde somit ein zeitgemäßes Mobilitätsangebot darstellen.

Die notwendige Schienen-Infrastruktur ist vorhanden, es gilt natürlich zusätzliche Zugverbindungen – vor allem auch den Abendstunden zur Verfügung zu stellen.

Die Gemeinde Purkersdorf fordert daher das Land Niederösterreich, das Land Wien und den Bund (Bundeskanzler und Verkehrsminister) auf, noch mit dem Fahrplanwechsel 2016/2017 mitunter auch mit finanzieller Mitbeteiligung der Stadt Purkersdorf Verhandlungen aufzunehmen, um folgende Maßnahmen zu erreichen:

Mit dem Fahrplanwechsel 2016/2017 soll die Aufnahme eines täglichen Viertelstunden-Takts von Hütteldorf nach Purkersdorf zwischen 5 Uhr und 24 Uhr sowie die Aufnahme von neuen Bussen als Zubringer zur Bahn aus größeren Siedlungsgebieten in der aktuell laufenden Neuausschreibung von Buslinien, bzw. von längeren Betriebszeiten angepasst an den Bahnbetrieb und die Planung und der rasche Baubeginn von ausreichend P&R-Plätzen nahe der Bahnstation, gemäß dem vorhandenen Platzangebot, umgesetzt werden.

Jetzt ist es fix: ab 7. Juli tritt der neue AnachB Tarif des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR) in Kraft. Damit wird das Pendeln für Purkersdorferinnen und Purkersdorfer nach Wien endlich billiger. Jahrelang hat sich die ÖVP Purkersdorf dafür eingesetzt, dass der Zonensprung für unsere Gemeinde abgemildert wird. Immerhin mussten wir für nur 1-2 S-Bahn Stationen beinahe 400 Euro im Jahr zahlen. Dass öffentlicher Verkehr etwas kostet, ist klar, weil ja schon jetzt die Jahreskarten mit 70% vom Steuerzahler gestützt werden. Aber für eine Station 400 Euro zu zahlen ist bitter. Das gehört jetzt endlich der Vergangenheit an!

Die künftigen Tarife:

  • Jahreskarte für Wien und Purkersdorf: 605 EUR (bisher: 780 EUR)
  • Monatskarte für Wien und Purkersdorf: 72,20 EUR (bisher: 89,70 EUR)
  • Einzelticket für Purkersdorf inkl. Wien: 3,90 EUR (bisher: 4,40 EUR)
  • Einzelticket für Purkersdorf: 1,70 EUR (bisher: 2,20 EUR)

Unter  www.vor.at kann die persönliche Strecke ganz einfach ausgewählt werden. Der Vorteil ist, dass künftig auch alle Bus- und Nebenlinien im persönlichen Streckennetz inbegriffen sind. Es hat sich also ausgezahlt, so lange für einen faireren Tarif einzutreten.

“Die neuen Tarife mildern den Zonensprung nach Wien stark ab. Damit wird der Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel für den Arbeitsweg nach Wien sehr attraktiv. Durch die neuen Tarife können wir ein Riesenstück Forderung, der wir jahrelang nachgelaufen sind abhacken. Der Erfolg zeigt, dass man hartnäckig bleiben muss, wenn man etwas umsetzen will. Mein nächstes Ziel ist es daher, das Abendangebot im öffentlichen Verkehr auszubauen. In den Hauptverkehrszeiten haben wir bereits ein sehr gutes Zugangebot – aber in den Randzeiten, vor allem Abends, wäre eine Nachschärfung notwendig”, stellt ÖVP Klubobmann GR Florian Liehr fest.

Wien ist ja bekannt für Fehlplanungen allerlei. Dabei braucht man nicht einmal an den berühmten AKH-Skandal (der sogar eine eigenen Wikipedia-Eintrag hat) zurückdenken. Auch in jüngster Zeit gibt es genügend Skandale, die Zeitzeuge für Planungsfehler und eine verquerte Stadtplanung sind. Das Krankenhaus Nord kostet mindestens das Doppelte der Veranschlagten rund 800 Millionen Euro, das Wiener Stadthallenbad wurde ganze 4 Jahre (!) saniert – von den Kosten ganz zu Schweigen und ein besonderes Gustostück war der fehlende U-Bahn Anschluss des brandneuen Wiener Hauptbahnhofes. Dafür mussten extra People-Mover installiert werden, um die weiter weg gelegene U-Bahn Station zugänglich zu machen.

Wien: Müllplatz statt Öffis

Und was hat die verfehlte Wiener Stadtplanung mit Purkersdorf zu tun? Viel. Leider. Direkt bei der A1-Auffahrt (bzw. Westeinfahrt) hat die Stadt jetzt nämlich völlig sinnfrei einen riesen Müllplatz gebaut. Damit wurde eine große Freifläche, die für P&R-Stellplätze oder bspw. für die Verlängerung der U4 genutzt hätte werden können, mit Müll zugepflastert. Da muss man sich schon die Frage stellen, ob das einfach völlige Ignoranz bestehender Probleme oder aber wieder ein Beispiel einer komplett verfehlten Stadtplanung ist. Wie die Bürgerinitiative „Pro U4 Verlängerung“ berichtet, wurde dieser Müllplatz sogar gegen den Willen der ansässigen Bevölkerung errichtet.

Der neue Müllplatz wird im Übrigen auch dafür sorgen, dass der Verkehrsfluss in der Westeinfahrt zusätzlich behindert wird. Kamen in den vergangenen Jahren schon etliche Ampeln rund um die Autobahn Auf- und Abfahrt hinzu, werden zahlreiche Ausfahrer vom Müllplatz dafür sorgen, dass der Verkehrsfluss an der Ausfahrtsstelle weiter ins Stocken gerät.

Kurz gesagt, baut die Stadt Wien lieber einen Müllplatz anstatt den öffentlichen Verkehr zu fördern und so auch Autofahrer aus der Stadt fernzuhalten. Da wird offensichtlich lieber auf Zwangsmaßnahmen wie das Wiener Parkpickerl gesetzt, das für Mehreinnahmen von über 150 Millionen Euro im Jahr sorgt. Und das auf Kosten der Wiener und der Pendler.

Besonders die Grünen sehen Wien immer als leuchtendes Vorbild für den öffentlichen Verkehr. Dieses Bild ist aber romantisch verklärt, wenn man sich die Fakten ansieht. So liegt beispielsweise der Modal-Split in Niederösterreich bei 30 Prozent ÖV (Öffentlicher Verkehr) und 70 Prozent MIV (Motorisierter IndividualVerkehr). In Wien liegt der Anteil des Öffentlichen Verkehrs nur um 6 Prozent höher – also bei 36 Prozent. Und das obwohl Wien – eh klar als Ballungsraum – ein relativ gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz bietet. Aber vermutlich sind es genau Aktionen wie jene mit dem Müllplatz statt der U-Bahn Verlängerung, die es verhindern, dass der ÖV-Anteil weiter steigen kann. Schade – hier wurde eine Chance vertan.

“Das Thema öffentlicher Verkehr wird in Purkersdorf leider derzeit noch stiefmütterlich behandelt. Um die Pendlerströme zu bewältigen, brauchen wir aber eine echte Öffi-Offensive und eine attraktives Angebot im öffentlichen Verkehr. Da reicht es nicht, irgendwo einen neuen Fahrradabstellplatz zu installieren.”, stellt ÖVP-Gemeinderat Florian Liehr fest.

ÖVP ist starke Lobby der Pendler

Das Team der ÖVP Purkersdorf ist bereits seit vielen Jahren die starke Lobby der Pendlerinnen und Pendler aus der Gemeinde. “Wir konnten unter anderem mehr Züge in der Früh und am Nachmittag sowie einen Halbstundentakt der S-Bahn untertags erreichen. Das sind Maßnahmen, die den Pendlern helfen”, erklärt Liehr, der nun einen Verhandlungstermin bei Wolfgang Schroll, dem Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR) hatte.

Brauchen gutes Taktgefüge

“Wie seitens des Landes NÖ bekannt gegeben wurde, stellen sich diverse Verbesserungen mit dem Fahrplanwechsel 2015/2016 ein. Unter anderem ist geplant, für die Station Purkersdorf-Zentrum jeweils 2 schnelle REX Züge sowie 2 S-Bahnen pro Stunde in den pendlerrelevanten Zeiten nach Wien zu führen. Ab Unter-Purkersdorf sollen künftig wie bisher 4 S-Bahnen pro Stunde geführt werden. Jetzt geht es aber darum, dass diese Züge auch entsprechend getaktet sein müssen. Es macht keinen Sinn, wenn REX und S-Bahn im Abstand von 5 Minuten fahren”, so Liehr weiter. Man müsse daher schon jetzt aktiv werden und mit dem Verkehrsverbund entsprechend verhandeln, um die beste Lösung für Purkersdorf herauszuholen.

Fordern Abend-Züge nach Purkersdorf

Beim dem Treffen in der VOR-Zentrale übergab Liehr an Schroll auch die Forderung, für mehr Abendverkehrszüge zu sorgen. Dazu der Gemeinderat: “Viele Pendler fahren derzeit mit dem Auto nach Wien, weil sie einfach länger arbeiten und Abends die Verbindungen nach Purkersdorf nicht mehr so dicht sind. Hier braucht es ebenfalls ein gutes Angebot, um unser Ziel, den Umstieg auf Öffis, zu erreichen.” Damit könnten gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: mehr Komfort und Angebot für die Pendler sowie zugleich als umweltrelevante Maßnahme die Reduktion von CO2-Emissionen.

“Der Input aus den Gemeinden ist uns wichtig. Wir werden daher die Forderungen prüfen und auch Berechnungen anstellen, um die geforderten Abendverbindungen nach Möglichkeit zu realisieren. Ich habe daher einen entsprechenden Auftrag an die Planungs-Experten weitergegeben”, sagt VOR-Geschäftsführer Schroll die Prüfung der Anliegen zu.

Zu günstigen Konditionen stehen in Wien rd. 1.300 PKW-Stellplätze für niederösterreichische Pendlerinnen und Pendler zur Verfügung

„Das Land NÖ hat als Antwort auf die Ausweitung des Wiener Parkpickerls rasch rund 1.700 zusätzliche PKW-Stellplätze als Provisorien gebaut. Auch in Purkersdorf sind unkompliziert zusätzliche 45 Stellplätze entstanden. Ein weiteres Angebot des Landes sind die Pendlergaragen in Wien, wobei hier sehr günstige Konditionen für NÖ-Hauptwohnsitzer mit privaten Garagenbetreibern ausgehandelt worden sind. Davon können also Purkersdorferinnen und Purkersdorfer in vollem Ausmaß profitieren“, informieren die beiden Mobilitätsbeauftragten der Stadtgemeinde Purkersdorf, GR Christian Röhrich und GR Florian Liehr.

Während ein Garagenplatz im Stadtinneren zwischen 90 und 300 Euro kostet, sind die verhandelten NÖ-Kontingente um 56,04 Euro pro Monat, bzw. 560,40 Euro pro Jahr zu mieten. Die Vorgangsweise ist einfach: das entsprechende Infoblatt von www.n-mobil.at/pendlergaragen herunterladen und ausfüllen. Die Mobilitätszentrale bestätigt dann, dass man seinen Hauptwohnsitz in Niederösterreich hat. Der direkte Mietvertrag wird dann per Mail zugeschickt und zwischen Pendler und Garagenbetreiber abgeschlossen.

„Damit sind die Pendlergaragen sogar günstiger zu haben, als die Wiener P&R-Anlagen, deren Preise erst kürzlich erhöht wurden“, betont Liehr, der darauf hinweist, dass es fast allen Pendlergaragen noch Plätze zu haben gibt.

„Das Angebot ist für jene Purkersdorfer Pendler, die mit dem Auto nach einpendeln müssen, hervorragend, weil es einerseits sehr günstig ist und andererseits auch die Lage in der Nähe von U-Bahn Stationen gut gewählt wurde. Selbstverständlich stehen wir als Mobilitätsbeauftragte auch für Fragen zur Verfügung“, so Röhrich.

Die Fakten:

350 PKW-Stellplätze an sieben privaten Garagenstandorten in Wiener U-Bahn Nähe

Standorte:

  • 1020 Wien; Wehlistraße 295 – Direkt bei Abfahrt A23-Handelskai (APCOA); 300 Stellplätze; Anbindung: U2
  • 1030 Wien; Hermine Jursa Gasse 11 (BOE Gebäudemanagement GmbH); 150 Stellplätze, Anbindung: U3
  • 1030 Wien; Fiakerplatz (BIP Garagengesellschaft – Best in Parking); 30 Stellplätze, Anbindung: U3
  • 1090 Wien; Türkenstraße 22 (Rossauer Garagen GmbH); 140 Stellplätze (auf 1 Jahr befr.); Anbindung: U4; bereits ausgebucht!
  • 1100 Wien; Migerkastraße 2 (APCOA); 80-100 Stellplätze; Anbindung:  mit Bus 11 min. zur U1
  • 1100 Wien; Hertha Firnbergstrasse 14; (+)10 Stellplätze; Anbindung: U6
  • 1200 Wien; Wexstrasse 24 (BIP Garagengesellschaft Breiteneder GmbH & Co KG); 250 Stellplätze; Anbindung: U6
  • 1200 Wien; Brigittaplatz (BIP Garagengesellschaft Breiteneder GmbH & Co KG); 250 Stellplätze; Anbindung: U6
  • 1220 Wien; Tamariskengasse 43a (BOE Gebäudemanagement GmbH); 100 Stellplätze; Anbindung: U2
  • 1220 Wien; Leonard Bernsteinstr. 8 (APCOA); 100 Stellplätze; Anbindung: U1

 

Pro Stellplatz gilt der Tarif von 56,04 Euro pro Monat, bzw. 560,40 Euro pro Jahr. Tageweise Miete ist nicht möglich. Die Abwicklung erfolgt über die NÖ Mobilitätszentralen:

  • Auf n-mobil.at/pendlergaragen das Infoblatt downloaden und ausfüllen.
  • Infoblatt und Meldebestätigung an die Mobilitätszentrale übersenden, die eine Bestätigung als sogenannten „NÖ-Pendler“ ausstellt.
  • Mit dieser Bestätigung ist dann der Vertragsabschluss mit dem jeweiligen Garagenbetreiber zu den günstigen Konditionen möglich.

 

„Mit dem Top-Jugendticket können Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrlinge um nur 60 Euro im Jahr alle öffentlichen Verkehrsmittel in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland nutzen. Gerade für eine Stadt wie Purkersdorf, die an der Wiener Stadtgrenze liegt, ist das Jugendticket ein perfektes Angebot für Schüler“, erklären die beiden Mobilitätsbeauftragten der Stadtgemeinde Purkersdorf, Christian Röhrich und Florian Liehr.

Im vergangenen Schuljahr wurden die Jugendtickets mehr als 320.000 Mal verkauft. Auch in Purkersdorf kaufen die Eltern ihren Kindern Jugendtickets. „Wer nur ein normales Jugendticket um 19 Euro gekauft hat, kann jedoch jederzeit 40 Euro aufzahlen, um es zu einem vollwertigen Top-Jugendticket machen. Der Vorteil ist, es kann auch für Freizeitfahrten genutzt werden und vor allem auf allen Öffentlichen Verkehrsmittel im VOR“, erklärt Liehr.

„Die Jugendtickets sind wichtig, weil sie die Kinder schon früh an Öffis gewöhnen. Damit sorgen wir schon heute vor, um in Zukunft Individualverkehr vermeiden. Noch dazu ist es ein günstiges Angebot – einerseits für Familien und andererseits eben für die Jugendlichen selbst, die auch die Wiener Öffis damit nutzen können“, so Röhrich.

Alle Varianten der Jugendtickets (Top-Jugendticket, normales Jugendticket und Aufzahlung) sind in Purkersdorf bei der Post erhältlich.

„Häupl und Vassilakou müssen sofort dafür sorgen, dass Bauarbeiten wie jene am Hietzinger Kai von nun an nur noch an arbeitsfreien Tagen gemacht werden. An Werktagen entstehen Wartezeiten von mehr als einer Stunde – im Stau und auch an Bushaltestellen“, so Lukas Mandl, Landtagsabgeordneter für Wien-Umgebung (NÖ).

Seit dem Beginn der zweiten Juni-Woche herrscht Stau-Chaos im Westen Wiens. Aber der Westautobahn-Abfahrt Auhof gibt es  aufgrund von Bauarbeiten in Wien-Hietzing extreme Verzögerungen – und auch Verspätungen von Bussen. Mindestens eine Dreiviertelstunde Verzögerung gibt es auf der Ausweichroute über die Linzer Straße, und mehr als eine Viertelstunde über die Breitenfurter Straße.

Mandl an Rot-Grün: Menschen benützen Auto nicht aus Jux und Tollerei

„Es ist wirklich nicht mehr akzeptabel, was die Stadt Wien den Autolenkerinnen und -lenkern aus unserem Bezirk Wien-Umgebung zumutet. Durch den aktuellen Schildbürger-Streich der Wiener Stadtregierung sind aber auch viele Benutzerinnen und Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel betroffen. Vielleicht hilft diese Tatsache dabei, dass es endlich zu einem Umdenken bei Häupl, Vassilakou und ihren Leuten kommt. Klar verursachen Autos Schadstoffe. Das ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Da gehört viel getan. Aber ebenso klar ist, dass die allermeisten Autofahrerinnen und -fahrer nicht aus Jux und Tollerei den Individualverkehr wählen, sondern weil sie das aufgrund des Berufs, der Fahrzeiten, der Flexibilität, des Transports von Kindern und älterer Menschen oder aus anderen Gründen so machen müssen“, erklärt Lukas Mandl, Landtagsabgeordneter für Wien-Umgebung.

Lange Wartezeiten auf Linien-Busse, Ruhezeiten-Probleme für Buslenker

„Von der missglückten Baustellen-Planung im Westen Wiens sind aber nun nicht nur Autofahrerinnen und -fahrer betroffen, sondern auch viele Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die den Bus brauchen. So gibt es Menschen, die länger als eine Stunde auf den Bus warten mussten, weil dieser im Stau gesteckt ist. Dazu kommt, dass die Buslenkerinnen und -lenker aufgrund der Tatsache, dass der Zeitplan aus den Fugen gerät, ihre Ruhezeiten nicht einhalten können. Auch Autolenkerinnen und -lenker verlieren mehr als eine Stunde in der Westeinfahrt – nur weil die Stadt Wien nicht fähig ist, ihre Baustellen so zu planen, dass sie nacheinander abgearbeitet werden und die gröbsten Brocken an arbeitsfreien Tagen oder schlimmstenfalls in den Sommerferien erledigt werden. Dann gibt es nämlich deutlich weniger Berufsverkehr“, so Mandl.

Verfehlte Baustellen-Planung stiehlt Menschen wertvolle Lebenszeit

Mandl: „Die Belastung durch die Parkpickerl wurde unverschämt ausgeweitet. Hier hat Niederösterreich durch eine Park-and-Ride Offensive Abhilfe geschaffen. Die Absurditäten um die Mariahilferstraße machen speziell den niederösterreichischen Autofahrerinnen und -fahrern, die in dieser Gegend zu tun haben, zu schaffen. Das sind nur zwei Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit. Die aktuelle Aktion, durch eine völlig verfehlte Baustellen-Planung Menschen wertvolle Lebenszeit zu stehlen, schlägt dem Fass den Boden aus. Der Wiener Bürgermeister soll der Vizebürgermeisterin endlich die Grenzen dessen, was vernünftig und akzeptabel ist, aufzeigen. Oder ist Rot auf derselben Anti-Autofahrer-Welle wie Grün? Und hat man auch bei der SPÖ nicht bedacht, dass durch diese Baustellen-Planung auch Benutzerinnen und Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel zum sprichwörtlichen Handkuss kommen?“

 Die Purkersdorfer Grünen geben bekanntlich ein Revolverblatt namens „Purkersdorfer Informationen“ heraus. Es ist immer wieder faszinierend dieses Blatt zu lesen – bringt mich immer wieder zum Schmunzeln. Wobei der Name schon ein bisserl ironisch anmutet – der Titel sollte eher „Purkersdorfer Gschichtln“ heißen, weil der Wahrheitsgehalt der grünen Zeitung eher ins Reich der Fantasie gehört. Hier ein paar interessante Zitate aus dem grünen Blatt – allerdings mit den tatsächlichen Fakten ergänzt.

1. Das Budget

[box type=“shadow“ ]“… Noch dazu bei einem Betrag von netto 16.000 Euro, der lächerlich gering ist, bei einem Haushaltsvolumen von mehr als 22 Milliarden Euro!“ – Zitat aus einem Artikel von StR Christiane Maringer.[/box]

Also um das klarzustellen: Purkersdorf ist leider alles andere als reich und das Budget hat auch keine 22 Milliarden Euro. Nichtmal 22 Millionen Euro sind es. Aber wer zählt denn schon so genau?

Im Übrigen: Auch die Stadtgemeinde muss natürlich Mehrwertsteuer bezahlen. Es ist daher unrichtig von netto zu sprechen – Maringer meint 19.200 Euro. Dieser Betrag ist allerdings im Budget Purkersdorfs gerade eben nicht „lächerlich“. Zum Vergleich: Das Jugendbudget beträgt gerade einmal rund 5.000 Euro. Das liegt leider an der Tatsache, dass die Fixkosten auf Grund der katastrophalen Finanzpolitik der SPÖ das Budget komplett auffressen (unter anderem Personalkosten) und für Projekte nichts mehr übrig ist.

2. P&R Stellplätze

[box type=“shadow“ ]“Der neue ÖBB Fahrplan mit seinen mangelhaften Verbesserungen und weitreichenden Verschlechterungen für die Region hat auch in diesem Zusammenhang seine Auswirkungen. Ein schlechtes Zugangebot bedeutet nicht nur für tausende Menschen unnötige Wartezeiten, sondern für nicht wenige den Zwang aufs Auto umzusteigen.“ Zitat aus einem Artikel von StR Christiane Maringer[/box]

In diesen zwei Sätzen sind gleich mehrere unseriöse und falsche Aussagen. Zuallererst: der neue Fahrplan hat für Purkersdorf große Verbesserungen gebracht. In Purkersdorf Zentrum fährt zu den wichtigen Pendlerzeiten fast alle 10 Minuten ein Zug ab. Dazwischen gibt es einen Halbstundentakt der S-Bahn. Das bedeutet, man muss bspw. in der Früh gar nicht mehr drauf achten, wann der Zug nach Wien fährt, weil ohnehin spätestens nach 10 Minuten der nächste kommt. Einmalig in der Geschichte Purkersdorfs. Jetzt arbeiten wir daran, dass diese Taktung auch alle anderen Stationen erreicht.

Spannend ist, dass Maringer offenbar der Meinung ist, es bräuchte keine P&R Stellplätze. Bei aller Liebe zum Radfahr-Fanatismus der Grünen – die Anrainer aus der Baunzen werden wohl kaum im Winter oder bei Regen mit dem Fahrrad zum Bahnhof fahren wollen. Abgesehen von diesem Faktum brauchen wir die P&R-Anlage in Purkersdorf auch für die Regions-Gemeinden wie bspw. Gablitz, das eben nicht an der Westbahn liegt. Aber wie so oft wird hier nicht über den Tellerrand gesehen.

[box type=“shadow“ ]Im selben Artikel heißt es „Seit Monaten setzen wir uns für die Errichtung zusätzlicher Radabstellplätze in Purkersdorf-Sanatorium ein.“[/box]

Und wo ist das Ergebnis? Frau Maringer hat diesbezüglich noch keinen Finger gerührt – Artikel schreiben alleine bringt eben noch keine Änderung.

[box type=“shadow“ ]Zum Schluss: „… Das wäre eine der notwendigen Maßnahmen, um den AutofahrerInnen das Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr zu erleichtern…“ [/box]

Der neue Fahrplan ist eine wesentliche Maßnahme, um die Menschen zum Umstieg auf den Öffentlichen Verkehr zu bewegen. Genau deshalb werden ja auch mehr P&R Stellplätze benötigt: weil die Leute umsteigen. Das macht sich im Übrigen auch in den jährlich steigenden Verkaufszahlen der Jahresnetzkarten bemerkbar.

„Speziell für die Region Purkersdorf bringt der neue Niederösterreich-Vertrag mit den ÖBB kürzere Intervalle bis Rekawinkel. Die ÖBB-Fahrgäste werden in Zukunft nicht mehr so lange auf ihre Züge warten müssen“, freut sich Landtagsabgeordneter Mag. Lukas Mandl. „Der neue Vertrag sieht auch empfindliche Sanktionen bei Verspätungen, Verschmutzung oder Servicemängeln vor“, so Landtagsabgeordneter Di Willi Eigner.
Mitte März wurde im Niederösterreichischen Landtag der so genannte „Verkehrsdienste-Vertrag“ verhandelt. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Verkehrs-Landesrat Mag. Karl Wilfing haben einen neuen Vertrag mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und mit dem Infrastruktur-Ministerium im Bund (BMVIT) verhandelt. Das Ergebnis sind beachtliche Verbesserungen für die Niederösterreichischen Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer: „So sieht der neue Vertrag empfindliche Sanktionen für die ÖBB vor, wenn zu viele Verspätungen auftreten, wenn die Sauberkeit in den Zügen zu wünschen übrig lässt, oder wenn die Servicequalität nicht stimmt“, erklärt Landtagsabgeordneter DI Willi Eigner. „Vielleicht schaffen wir es dadurch, dass viele Landsleute aus Überzeugung auf die Bahn umsteigen. Das ist ja auch gut für die Umwelt“, ergänzt LAbg. Mag. Lukas Mandl.

„Wir nehmen bei den derzeitigen Spritpreisen den Bund, namentlich die Finanzministerin in die Pflicht – 2009 war der Spritpreis noch um ein Drittel billiger als heute. Zudem geht rund die Hälfte der Zapfsäulen-Euros direkt in die Staatskassen – 2011 insgesamt rund 4,21 Mrd. Euro bei der Mineralölsteuer. Das neue Modell des Pendler-Euros anstatt der bisherigen Pendlerpauschale gibt Pendlern einen Teil ihrer Mineralölsteuer zurück und setzt alten Ungerechtigkeiten ein Ende. Die Forderungen sind landauf landab gleich, ein vernünftiges Modell hat bisher niemand auf den Tisch gelegt – jetzt ist es aber so weit: Jeder Pendler kann sich kilometergenau selber ausrechnen wie viel er damit bekommen würde. Jedenfalls steht fest: Unterm Strich bleibt für 96% aller Pendler mehr, für 100 Prozent aller Pendler bestünde Gerechtigkeit. Bei prognostizierten und im Budget nicht berücksichtigten Mehreinnahmen bei der Mineralölsteuer von rund 150 Mio. Euro, wäre bereits die Hälfte der Mehrkosten abgedeckt“, erklärt NÖAAB-Obmann LH-Stv. Wolfgang Sobotka bei der Präsentation des neuen Förderungsmodells, für das in den nächsten Wochen bundesweit mobilisiert werden soll. Im NÖ Landtag wird jedenfalls noch heute ein entsprechender Antrag eingebracht.

Das Modell des Pendler-Euro ist im Wesentlich sehr einfach: Die Kilometeranzahl einer einfachen Fahrtstrecke multipliziert mit 40 ergibt den Netto-Förderungsbetrag pro Jahr. Zusätzlich gibt es einen Sockel nach oben und nach unten, also mindestens 500 Euro und höchstens 2.600. Für die derzeitige kleine Pendlerpauschale sieht das Modell 55% des Pendler-Euros vor, mit einem höheren Sockel nach unten von 600 Euro und einem niedrigeren Sockel nach oben von 1.400 Euro. Das Modell heißt deshalb „Pendler-Euro“, weil dabei die Förderbeträge im ersten Jahr mit eins bzw. einem Euro multipliziert werden, in den Folgejahren wird die Teuerung bzw. Inflation bei diesem Euro in der Multiplikation angerechnet, um die Förderhöhe jedes Jahr anpassen zu können. Unter www.noeaab.at steht eine Tabelle zum Download bereit.

Der NÖAAB-Obmann nennt die 6 größten Vorteile des neuen Modells: Erstens: Einfachheit und Klarheit durch eine Tabelle – zweitens: kilometergenaue Abrechnung, derzeit entscheidet oftmals ein Kilometer über mehrere hundert Euro im Jahr – drittens: Direktförderung statt Lohnsteuerfreibetrag – viertens: Mehr Gerechtigkeit für Teilzeitkräfte, alle jene die Lohnsteuer zahlen bekommen einen aliquoten Anteil, bei drei Arbeitstagen zum Beispiel drei Fünftel, all jene die keine Lohnteuer zahlen, sollen den untersten Sockelbetrag erhalten – fünftens: Gerechtigkeit für alle Einkommen, derzeit bekommen jene die mehr verdienen mehr Pauschale, obwohl die Spritpreise und Tarife für alle gleich hoch sind – sechstens: Mehr Förderung, rund 96% aller Bezieher erhalten mehr.