Ausbau der Öffis in Purkersdorf

Unsere Information bezüglich der U4-Sanierung und des damit drohenden Stau-Chaos auf der Westeinfahrt hat viele Reaktionen hervorgerufen. Der Bürgermeister hat eher ratlos reagiert. Aber die grüne Verkehrsstadträtin, Christine Maringer, die eigentlich daran arbeiten sollte, den öffentlichen Verkehr zu forcieren, hat sich dagegen gestellt. Nach ihrer Meinung würden P&R-Stellplätze zusätzlichen Verkehr nur anziehen. Das stimmt für Purkersdorf natürlich nur bedingt und ist ein ignorieren der Tatsachen. Unsere P&R-Anlage ist schon heute komplett überlastet. Um also weitere Bürger dazu zu bringen, auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen, braucht es also mehr P&R-Kapazitäten. Hier ein Abriss warum, den ich als offene Reaktion an NÖN und Bezirksblätter geschickt habe.

Warum braucht es mehr P&R-Stellplätze?

Inhaltlich ist der Angriff von Maringer natürlich völliger Unsinn! Erstens darf ich festhalten, dass wir als Lösungsansatz bereits die Verstärkung der S-Bahnen eingefordert haben. Damit ist auch Maringers „Vorstoß“ im besten Fall einfach abgekupfert. Und zweitens haben wir natürlich auch eingefordert, dass die P&R-Kapazitäten ausgebaut werden.
Es ist ein Faktum, dass Purkersdorf zu wenig P&R-Stellplätze hat und bei weitem mehr brauchen würde. Mir ist klar, dass Maringer – wie auch schon bisher – AutofahrerInnen verteufelt, aber wer öffentlichen Verkehr fördern will, der muss auch P&R-Stellplätze bauen. Maringer ist in diesem Punkt realitätsfern und offenbar leider auch inhaltlich nicht fit genug, um Öffentlichen Verkehr zum Durchbruch zu verhelfen.
Zur Sperre der U4 bleibt festzuhalten, dass die Wiener Linien selbst bestätigt haben, dass im zweieinhalbminuten Takt Busse auf der Westeinfahrt unterwegs sein werden. Warum? Auch das ist leicht erklärt: in einen Gelenkbus der Wiener Linien passen (real) ca 120 Personen. In einen U-Bahn Zug hingegen rund 650 Personen. Das bedeutet, dass mindestens 5 Busse notwendig sind, um eine einzige U-Bahn (speziell zu den morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeiten) zu ersetzen. Diese Busse müssen auch Personen zu und umsteigen lassen, etc… Jeder, der schon einmal hinter einem Bus hergefahren ist, weiß, dass das Verzögerung bedeutet. Wenn dann noch gleichzeitig Spurwechsel dazukommen, ist der Stau schon heute vorprogrammiert. Daher haben wir auch geschrieben, dass dies einer Spursperre gleich kommt. Das ist keine Panikmache, sondern ein Faktum, auch wenn das Frau Maringer nicht wahrhaben will.
Aber ich versteh das schon: sie macht es sich in diesem Bezug eben leicht. Immerhin ist sie seit mehr als 4 Jahren für Öffentlichen Verkehr zuständig und hat für Purkersdorf noch nichts weitergebracht (bis auf einen Fahrradabstellplatz, der zwar tatsächlich wichtig ist, aber leider die Verkehrsprobleme nicht löst). Sich daher hinzustellen und von anderen etwas einzufordern, bevor die eigenen Hausaufgaben gemacht sind, ist leicht durchschaubar.
Für uns gilt daher weiterhin, schnell zu reagieren, um zusätzliche P&R-Stellplätze zu schaffen. Und da es in Purkersdorf keinerlei innerstädtische Verkehrsmittel gibt, braucht es klarerweise P&R-Stellplätze, damit die Pendler aus den Siedlungen zum Bahnhof kommen können.
Tägliches Verkehrschaos in der Westeinfahrt?

Mit Anfang April diesen Jahres fängt die Sanierung der U4 an. Ab dann fährt auf einer Spur der zweispurigen Westeinfahrt alle 2 ½ Minuten ein Schienenersatzverkehrsbus. “Das bedeutet, dass nur mehr eine Spur für den regulären Autoverkehr zur Verfügung steht. Ein Verkehrschaos mit Stau zurück auf die Autobahn ist daher schon jetzt vorprogrammiert – der Wahnsinn soll bis September andauern. Purkersdorf wird davon natürlich eine der am stärksten betroffenen Gemeinden sein – einerseits, weil viele Purkersdorfer nach Wien zur Arbeit pendeln und andererseits, weil auch andere bei uns auf die Öffis umsteigen wollen werden – beispielsweise Gablitzer und Tullnerbacher. Wir müssen daher schnellstens darauf reagieren und prüfen, wo zusätzliche P&R-Stellplätze, zumindest provisorisch, eingerichtet werden können”, fordern ÖVP-Chef GR Andreas Kirnberger und Verkehrssprecher GR Florian Liehr ein.

P&R-Kapazitäten am Ende

Leider sind die P&R-Kapazitäten in Purkersdorf schon jetzt am Limit. Die Stadt nehme bewusst in Kauf, dass Einkäufer und Arbeitnehmer auf der P&R-Anlage parken. Durch diese “Fremdnutzung” ist die ÖBB bislang auch nicht bereit, die Kapazität auszubauen. “Purkersdorf muss daher selbst vorangehen. Wir brauchen den Ausbau der P&R-Stellplätze in Purkersdorf – wenn notwendig muss die Gemeinde das alleine machen”, stellt Kirnberger fest.

Stau vorprogrammiert

Dazu kommt, dass auch die ÖBB die Westbahnstrecke sanieren werden und im Sommer zwei Tunnels komplett gesperrt sind. Dann fallen auch alle REX Verbindungen zwischen Wien Westbahnhof und St. Pölten aus. Dazu Kirnberger: “Das bedeutet, dass noch mehr Leute nach Purkersdorf kommen werden, um einen P&R-Stellplatz zu bekommen, damit sie sich die Westeinfahrt und den dortigen Stau ersparen. Hier muss jetzt rasch reagiert werden – wir brauchen dringend einen Ausbau der Kapazitäten auf der Westbahn. Wir werden daher Kontakt mit dem Verkehrsverbund Ost-Region aufnehmen, der hier für mehr Zugverbindungen zwischen Purkersdorf und Wien sorgen muss. Wir werden die Pendler nicht im Regen stehen lassen!”

Das von der ÖVP durchgesetzte Sicherheitspaket für den Schulbezirk wird jetzt umgesetzt – im Stadtrat wurden nun Baufirmen mit der Umsetzung beauftragt

 “In der Stadtratsitzung vom 28. Oktober wurden nun endlich die Auftragsvergaben für unser Sicherheitspaket im Schulbezirk beschlossen. Damit kann das von uns durchgesetzte Schulwegsicherheitspaket noch in diesem Jahr begonnen werden”, berichten ÖVP-Chefin Familienstadträtin Elisabeth Mayer und Stadtrat Albrecht Oppitz nach der Sitzung.

Mit den neuen Kiss&Go Zonen soll eine massive Entschärfung der Gefahrenstellen im Bereich der Volks- und der Neuen NÖ Mittelschule erfolgen. “Die zusätzlichen Bodenmarkierungen und Kiss&Go Zonen sorgen für mehr Sicherheit für die rund 500 Schülerinnen und Schüler”, betont Mayer.

Auch die Anhebung des Kreuzungsplateaus an der Kreuzung Alois-Mayer Gasse / Pummergasse wird nun umgesetzt. Dazu Liehr: “Ich freue mich sehr, dass diese Maßnahme nun umgesetzt wird, weil an der Kreuzung viele Schüler die Straße queren und auch die Stiegen vom Bahnhof dort abrupt an der Straße enden. Gerade diese Maßnahme fordere ich seit über 5 Jahren ein. Das zeigt auch, dass man in der Politik hartnäckig bleiben muss, um aus der Opposition heraus Maßnahmen umsetzen zu können. Das ist uns hier gelungen – darauf können wir zu Recht stolz sein.”

“Die Arbeiten werden von der Firma Pittel+Brausewetter durchgeführt. Insgesamt wird die Gemeinde rund 44.000 Euro dafür investieren”, informiert Oppitz, der darauf hinweist, dass damit die von der ÖVP geforderten Maßnahmen auch in der Umsetzung äußerst günstig ausfallen.

Gemeinsam mit den durch ÖVP-Mitglieder gestellten Schülerlotsen und dem Durchfahrtsverbot vor der Volksschule, wurde nun ein Gesamtpaket für mehr Sicherheit vor den Schulen erreicht.

Das beschlossene Sicherheitspaket im Überblick:

  1. Kiss & Go in der Pummergasse
    auf der linken Seite in Fahrtrichtung entstehen Kiss & Go-Parkplätze zum Aussteigen und auf der rechten Seite (an der Böschung zur Bahn) werden Dauerparkplätze geschaffen. Hier muss das Einverständnis der ÖBB eingeholt werden.
  2. Gehsteig durchziehen über die Schwarzhubergasse (Schwarzhubergasse/Pummergasse) – Anhebung des Zebrastreifen/Übergangs
  3. Anhebung des Kreuzungsplateaus
  4. (Kreuzung Alois-Mayer Gasse/Pummergasse/ÖBB-Bahnabgang)
  5. Zusätzliche Bodenmarkierung (Alois-Mayergasse) „KISS & GO“ (2x)
  6. Zusätzliche Bodenmarkierungen „ACHTUNG SCHULE“ sowie „30 km/h“
  7. Gehsteig verbreitern (Kreuzungsbereich Schwarzhubergasse/Pummergasse)
  8. Gehsteig verbreitern (Kreuzungsbereich Alois-Mayergasse/Pummergasse)

Zu günstigen Konditionen stehen in Wien rd. 1.300 PKW-Stellplätze für niederösterreichische Pendlerinnen und Pendler zur Verfügung

„Das Land NÖ hat als Antwort auf die Ausweitung des Wiener Parkpickerls rasch rund 1.700 zusätzliche PKW-Stellplätze als Provisorien gebaut. Auch in Purkersdorf sind unkompliziert zusätzliche 45 Stellplätze entstanden. Ein weiteres Angebot des Landes sind die Pendlergaragen in Wien, wobei hier sehr günstige Konditionen für NÖ-Hauptwohnsitzer mit privaten Garagenbetreibern ausgehandelt worden sind. Davon können also Purkersdorferinnen und Purkersdorfer in vollem Ausmaß profitieren“, informieren die beiden Mobilitätsbeauftragten der Stadtgemeinde Purkersdorf, GR Christian Röhrich und GR Florian Liehr.

Während ein Garagenplatz im Stadtinneren zwischen 90 und 300 Euro kostet, sind die verhandelten NÖ-Kontingente um 56,04 Euro pro Monat, bzw. 560,40 Euro pro Jahr zu mieten. Die Vorgangsweise ist einfach: das entsprechende Infoblatt von www.n-mobil.at/pendlergaragen herunterladen und ausfüllen. Die Mobilitätszentrale bestätigt dann, dass man seinen Hauptwohnsitz in Niederösterreich hat. Der direkte Mietvertrag wird dann per Mail zugeschickt und zwischen Pendler und Garagenbetreiber abgeschlossen.

„Damit sind die Pendlergaragen sogar günstiger zu haben, als die Wiener P&R-Anlagen, deren Preise erst kürzlich erhöht wurden“, betont Liehr, der darauf hinweist, dass es fast allen Pendlergaragen noch Plätze zu haben gibt.

„Das Angebot ist für jene Purkersdorfer Pendler, die mit dem Auto nach einpendeln müssen, hervorragend, weil es einerseits sehr günstig ist und andererseits auch die Lage in der Nähe von U-Bahn Stationen gut gewählt wurde. Selbstverständlich stehen wir als Mobilitätsbeauftragte auch für Fragen zur Verfügung“, so Röhrich.

Die Fakten:

350 PKW-Stellplätze an sieben privaten Garagenstandorten in Wiener U-Bahn Nähe

Standorte:

  • 1020 Wien; Wehlistraße 295 – Direkt bei Abfahrt A23-Handelskai (APCOA); 300 Stellplätze; Anbindung: U2
  • 1030 Wien; Hermine Jursa Gasse 11 (BOE Gebäudemanagement GmbH); 150 Stellplätze, Anbindung: U3
  • 1030 Wien; Fiakerplatz (BIP Garagengesellschaft – Best in Parking); 30 Stellplätze, Anbindung: U3
  • 1090 Wien; Türkenstraße 22 (Rossauer Garagen GmbH); 140 Stellplätze (auf 1 Jahr befr.); Anbindung: U4; bereits ausgebucht!
  • 1100 Wien; Migerkastraße 2 (APCOA); 80-100 Stellplätze; Anbindung:  mit Bus 11 min. zur U1
  • 1100 Wien; Hertha Firnbergstrasse 14; (+)10 Stellplätze; Anbindung: U6
  • 1200 Wien; Wexstrasse 24 (BIP Garagengesellschaft Breiteneder GmbH & Co KG); 250 Stellplätze; Anbindung: U6
  • 1200 Wien; Brigittaplatz (BIP Garagengesellschaft Breiteneder GmbH & Co KG); 250 Stellplätze; Anbindung: U6
  • 1220 Wien; Tamariskengasse 43a (BOE Gebäudemanagement GmbH); 100 Stellplätze; Anbindung: U2
  • 1220 Wien; Leonard Bernsteinstr. 8 (APCOA); 100 Stellplätze; Anbindung: U1

 

Pro Stellplatz gilt der Tarif von 56,04 Euro pro Monat, bzw. 560,40 Euro pro Jahr. Tageweise Miete ist nicht möglich. Die Abwicklung erfolgt über die NÖ Mobilitätszentralen:

  • Auf n-mobil.at/pendlergaragen das Infoblatt downloaden und ausfüllen.
  • Infoblatt und Meldebestätigung an die Mobilitätszentrale übersenden, die eine Bestätigung als sogenannten „NÖ-Pendler“ ausstellt.
  • Mit dieser Bestätigung ist dann der Vertragsabschluss mit dem jeweiligen Garagenbetreiber zu den günstigen Konditionen möglich.

 

“Wir freuen uns über einen Erfolg auf ganzer Linie: der Gemeinderat hat auf Basis unserer Vorschläge ein Sicherheitspaket für den Schulbezirk beschlossen. Dabei enthalten sind nicht nur die Kiss&Go Zonen, die wir dieses Jahr vorgeschlagen haben, sondern auch Maßnahmen, deren Umsetzung wir bereits seit 5 Jahren fordern”, erklären ÖVP-Chefin Familienstadträtin Elisabeth Mayer und Gemeinderat Florian Liehr nach der Gemeinderatssitzung.

Mit den neuen Kiss&Go Zonen, die auch in Gablitz erfolgreich etabliert wurden, soll eine massive Entschärfung der Gefahrenstellen im Bereich der Volks- und der Neuen NÖ Mittelschule erfolgen. “Nachdem wir mehrfach von besorgten Eltern auf die Probleme angesprochen wurden, haben wir die Sache angepackt und gezeigt, dass wir uns – wie auch schon beim Hort- und Kindergartenessen – für Familien einsetzen. Die zusätzlichen Bodenmarkierungen und Kiss&Go Zonen sorgen für mehr Sicherheit für die Kleinsten Mitglieder unserer Gesellschaft”, betont Mayer.

Auch die Anhebung des Kreuzungsplateaus an der Kreuzung Alois-Mayer Gasse / Pummergasse soll nun endlich umgesetzt werden. Dazu Liehr: “Über diese Maßnahme freue ich mich ganz besonders, da dies eine meiner ersten Forderungen als Gemeinderat war. Politik ist das Bohren harter Bretter: ich freue mich sehr, dass diese Maßnahme nun umgesetzt wird, weil es eine ganz wesentliche Sicherheitmaßnahme ist. An der Kreuzung queren viele Schüler die Straße und auch die Stiegen vom Bahnhof enden derzeit dort abrupt an der Straße. Ich danke daher allen, die an der Umsetzung des Sicherheitspakets gearbeitet haben.”

Gemeinsam mit den von der ÖVP Purkersdorf umgesetzten Schülerlotsen und dem Durchfahrtsverbot vor der Volksschule, wurde nun ein Gesamtpaket für mehr Sicherheit vor den Schulen erreicht.

 

Das nunmehr beschlossene Sicherheitspaket im Überblick:

  1. Kiss & Go in der Pummergasse (hier wird eindeutig unser Vorschlag aufgenommen)
  2. auf der linken Seite in Fahrtrichtung entstehen Kiss & Go-Parkplätze zum Aussteigen und auf der rechten Seite (an der Böschung zur Bahn) werden Dauerparkplätze geschaffen. Hier muss das Einverständnis der ÖBB eingeholt werden.
  3. Gehsteig durchziehen über die Schwarzhubergasse (Schwarzhubergasse/Pummergasse) – Anhebung des Zebrastreifen/Übergangs
  4. Anhebung des Kreuzungsplateaus (Kreuzung Alois-Mayer Gasse/Pummergasse/ÖBB-Bahnabgang)
  5. Zusätzliche Bodenmarkierung (Alois-Mayergasse) „KISS & GO“ (2x)
  6. Zusätzliche Bodenmarkierungen „ACHTUNG SCHULE“ sowie „30 km/h“
  7. Grünfläche entfernen, Gehsteig verbreitern (Kreuzungsbereich Schwarzhubergasse/Pummergasse)
  8. Grünfläche entfernen, Gehsteig verbreitern (Kreuzungsbereich Alois-Mayergasse/Pummergasse)

ÖVP Stadtchefin StR Elisabeth Mayer und NÖAAB Obmann GR Florian Liehr waren in Gablitz auf Lokalaugenschein und konnten sich überzeugen: die Kiss&Go Zone ist das beste Mittel vor der Schule.

“Auch Gablitz hatte das gleiche Problem wie Purkersdorf: Chaos im Schulverkehr, der eine Gefahr für Kinder darstellt. Wir haben daher in Purkersdorf entsprechende Pläne vorgestellt, die die Probleme im Schulviertel beseitigen. Wir freuen uns, das unser Vorschlag nun größtenteils umgesetzt wird”, erklären Mayer und Liehr nach dem Besuch bei Bürgermeister Michael Cech.

In Gablitz hat sich die Kiss&Go Zone bereits sei Schulbeginn behauptet. Dort gehören die täglichen Probleme der Vergangenheit an. “In Purkersdorf müssen wir leider noch bis zur Umsetzung warten. Gablitz hat das über den Sommer schnell und unbürokratisch durchgezogen, damit die Lösung direkt zu Schulbeginn zur Verfügung steht. Gratulation an Bürgermeister Cech zu seiner Lösungskompetenz”, so Liehr.

Die Lösung, die nun in Purkersdorf umgesetzt werden soll, ist auch auf die langjährige Arbeit der ÖVP Purkersdorf im Rahmen der “Aktion Schutzengel” zurückzuführen. “Ein bisschen stolz dürfen wir darauf schon sein, weil wir es damit – obwohl in Opposition – trotzdem geschafft haben, konstruktiv zu arbeiten und eine Lösung für die Betroffenen herbeizuführen. Damit ist der Schulweg für Kinder künftig sicherer”, betont Mayer.

Froh zeigt sich Liehr auch darüber, dass so mancher kurioser Vorschlag, wie die Komplettsperre der Alois-Mayer Gasse gleich vom Tisch waren. Dazu Liehr: “Das hätte das Problem nur auf die Kaiser-Josef Straße verlagert und damit die Probleme nur noch mehr verstärkt. Dieser Vorschlag war einfach nicht durchdacht.”

 

„Häupl und Vassilakou müssen sofort dafür sorgen, dass Bauarbeiten wie jene am Hietzinger Kai von nun an nur noch an arbeitsfreien Tagen gemacht werden. An Werktagen entstehen Wartezeiten von mehr als einer Stunde – im Stau und auch an Bushaltestellen“, so Lukas Mandl, Landtagsabgeordneter für Wien-Umgebung (NÖ).

Seit dem Beginn der zweiten Juni-Woche herrscht Stau-Chaos im Westen Wiens. Aber der Westautobahn-Abfahrt Auhof gibt es  aufgrund von Bauarbeiten in Wien-Hietzing extreme Verzögerungen – und auch Verspätungen von Bussen. Mindestens eine Dreiviertelstunde Verzögerung gibt es auf der Ausweichroute über die Linzer Straße, und mehr als eine Viertelstunde über die Breitenfurter Straße.

Mandl an Rot-Grün: Menschen benützen Auto nicht aus Jux und Tollerei

„Es ist wirklich nicht mehr akzeptabel, was die Stadt Wien den Autolenkerinnen und -lenkern aus unserem Bezirk Wien-Umgebung zumutet. Durch den aktuellen Schildbürger-Streich der Wiener Stadtregierung sind aber auch viele Benutzerinnen und Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel betroffen. Vielleicht hilft diese Tatsache dabei, dass es endlich zu einem Umdenken bei Häupl, Vassilakou und ihren Leuten kommt. Klar verursachen Autos Schadstoffe. Das ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Da gehört viel getan. Aber ebenso klar ist, dass die allermeisten Autofahrerinnen und -fahrer nicht aus Jux und Tollerei den Individualverkehr wählen, sondern weil sie das aufgrund des Berufs, der Fahrzeiten, der Flexibilität, des Transports von Kindern und älterer Menschen oder aus anderen Gründen so machen müssen“, erklärt Lukas Mandl, Landtagsabgeordneter für Wien-Umgebung.

Lange Wartezeiten auf Linien-Busse, Ruhezeiten-Probleme für Buslenker

„Von der missglückten Baustellen-Planung im Westen Wiens sind aber nun nicht nur Autofahrerinnen und -fahrer betroffen, sondern auch viele Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die den Bus brauchen. So gibt es Menschen, die länger als eine Stunde auf den Bus warten mussten, weil dieser im Stau gesteckt ist. Dazu kommt, dass die Buslenkerinnen und -lenker aufgrund der Tatsache, dass der Zeitplan aus den Fugen gerät, ihre Ruhezeiten nicht einhalten können. Auch Autolenkerinnen und -lenker verlieren mehr als eine Stunde in der Westeinfahrt – nur weil die Stadt Wien nicht fähig ist, ihre Baustellen so zu planen, dass sie nacheinander abgearbeitet werden und die gröbsten Brocken an arbeitsfreien Tagen oder schlimmstenfalls in den Sommerferien erledigt werden. Dann gibt es nämlich deutlich weniger Berufsverkehr“, so Mandl.

Verfehlte Baustellen-Planung stiehlt Menschen wertvolle Lebenszeit

Mandl: „Die Belastung durch die Parkpickerl wurde unverschämt ausgeweitet. Hier hat Niederösterreich durch eine Park-and-Ride Offensive Abhilfe geschaffen. Die Absurditäten um die Mariahilferstraße machen speziell den niederösterreichischen Autofahrerinnen und -fahrern, die in dieser Gegend zu tun haben, zu schaffen. Das sind nur zwei Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit. Die aktuelle Aktion, durch eine völlig verfehlte Baustellen-Planung Menschen wertvolle Lebenszeit zu stehlen, schlägt dem Fass den Boden aus. Der Wiener Bürgermeister soll der Vizebürgermeisterin endlich die Grenzen dessen, was vernünftig und akzeptabel ist, aufzeigen. Oder ist Rot auf derselben Anti-Autofahrer-Welle wie Grün? Und hat man auch bei der SPÖ nicht bedacht, dass durch diese Baustellen-Planung auch Benutzerinnen und Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel zum sprichwörtlichen Handkuss kommen?“

“Wir fordern schon seit Jahren eine Gesamtlösung für den Schulbezirk ein. Bisher wurden jedoch nur punktuelle Maßnahmen umgesetzt. Seitdem nun direkt vor der Hauptschule eine Kurzparkzone eingeführt wurde, fallen Pendler-Parkplätze weg und es kommt für Schüler zu einer zusätzlichen Gefahrensituation, da Autos rückwärts ausparken, genau dort wo Kinder über die Straße gehen. Wir haben daher eine umfassende Lösung erarbeitet, die Volksschule und Hauptschule einbezieht”, erklären ÖVP-Obfrau Familienstadträtin Elisabeth Mayer und Gemeinderat Florian Liehr.

Kiss&Ride Zone garantiert mehr Sicherheit

Konkret sollen in der Pummergasse bei der Bushaltestelle “Volksschule” sogenannte “Kiss&Ride” Plätze entstehen. Unter “Kiss&Ride” versteht man eine Verkehrsfläche, die zum kurzen Aussteigen und Weiterfahren gedacht ist. “Dadurch können bis zu sieben Eltern ihre Kinder parallel aussteigen lassen, während Bus und Durchfahrer nach wie vor vorbei können. Zugleich soll durch Blinklichter und Straßenkennzeichnungen für weitere Sicherheit gesorgt werden. Vor der Hauptschule schlagen wir ebenfalls eine ‘Kiss&Ride’ Zone vor, wodurch die Kinder auch die Straße nicht mehr queren müssten”, so Liehr.

Arbeiten über Sommer in schulfreier Zeit

Klar ist, dass an beiden Stellen bauliche Maßnahmen notwendig sind, die aber beispielsweise im Sommer ohne Störung des Schulbetriebes durchgeführt werden könnten. “Die Sicherheit im Schulbezirk für die rund 500 Schülerinnen und Schüler muss uns etwas wert sein. Die Investitionen für die angedachten Maßnahmen halten sich allerdings absolut im Rahmen. Wir haben daher bereits auch Gespräche mit dem Bürgermeister aufgenommen und unsere Lösungsvorschläge präsentiert. Im Sinne der Sicherheit gerade der Jüngsten, müssen wir jetzt rasch in die Detailplanung gehen”, stellt Liehr abschließend fest.

[box type=“download“ ]Planung Pummergasse (Volksschule)[/box]

[box type=“download“ ]Planung Alois Mayer Gasse (NÖ Mittelschule)[/box]

Seit Jahren fordert die Volkspartei Purkersdorf ein Gesamtverkehrskonzept beim Schulviertel ein. “An dieser Stelle herzlichen Dank vorweg an die vielen ÖVP Mitglieder, die sich gemeinsam mit Schülern der Hauptschule als Schülerlotsen für mehr Verkehrssicherheit einsetzen! Dennoch braucht es jetzt eine sinnvolle Gesamtlösung für den Schulbezirk. Das tägliche Verkehrschaos muss ein Ende haben, weil es unsicher für die Schülerinnen und Schüler sowie frustrierend für die Autofahrer ist”, betonen Familienstadträtin Elisabeth Mayer und Gemeinderat Florian Liehr.

 Jeden Tag spielt sich rund um die Volksschule sowie die Hauptschule das gleiche Bild ab: Schülerinnen und Schüler gehen zu Fuß in die Schule, müssen diverse Straßen queren, während Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, stehen bleiben, andere Eltern ausparken wollen und wieder Dritte vorbeifahren wollen. “Das ist für die Kinder ein Spießrutenlauf, bei dem jederzeit etwas passieren könnte. Immerhin sind täglich mehr als 500 Schülerinnen und Schüler direkt betroffen. Wir sind froh, dass es bisher noch keine schlimmen Unfälle gab, aber es ist Zeit zu handeln”, stellt Liehr fest.

Die kürzlich eingerichtete Kurzparkzone vor der Hauptschule bringe dahingehend wenig. Dazu Liehr: “An dieser Stelle haben wir das Problem, dass manche vorbeifahren, andere rückwärts ausparken und Kinder über die Straße laufen müssen. Dass diese Situation gefährlich ist, braucht man nicht weiter zu illustrieren. Dazu kommt,  dass diese Parkplätze den Pendlerinnen und Pendlern fehlen, da die P&R-Anlage jeden Tag heillos überfüllt ist.”

 

In den vergangenen Tagen war sehr viel über die Rettungsgasse zu lesen. Fakt ist: Sie funktioniert nicht. Das sieht man, sobald man in einen Stau kommt – egal wo. Das Problem: Rettungsdienste kommen deutlich verspätet an den Unfallorten an. Als in Österreich von den Rettungsdiensten noch der Pannenstreifen genutzt wurde, benötigte die Rettung ca 15 Minuten bis zum Unfallort. Jetzt mit Rettungsgasse sind es – laut Angaben der Feuerwehr – im Schnitt 45 Minuten. Wie der KURIER jetzt aufdeckt, wurden bei der Einführung der Rettungsgasse kritische Stimmen ignoriert.

Inseratenkampagne wichtiger

Der KURIER berichtet „Der Skandal um die Rettungsgasse weitet sich aus“ – und zeigt dabei auf, dass kritische Expertenstimmen im Vorfeld ignoriert wurden. Angeblich sollen sogar Kritiker aus der Expertengruppe entfernt worden sein. Darüber hinaus sei darauf verwiesen worden, dass eine entsprechende Inseratenkampagne bereits bestellt sei.

Wenn die Berichte stimmen, bedeutet das, dass Bundesministerin Doris Bures bereits eine sündteure Inseratenkampagne bestellt hatte, bevor die Einführung der Rettungsgasse fix war.

Nutzen der Rettungsgasse?

Rettungsgasse in Action?

Die Rettungsgasse soll Leben retten. Soll. Wenn die Rettungsdienste jedoch nicht ans Ziel gelangen, weil undisziplinierte Autofahrer die Rettungsgasse verstopfen, kann auch der Pannenstreifen nicht mehr genutzt werden. Dadurch entsteht Chaos pur. Jetzt melden sich immer mehr Mitarbeiter von Rettungsorganisationen, die wieder eine Abschaffung der Rettungsgasse fordern. Auch die Mehrheit der Bevölkerung scheint sich – nach aktueller KURIER Umfrage gegen die Rettungsgasse auszusprechen.

Im Übrigen: Auf der A23 wäre täglich eine Rettungsgasse zu bilden, was nicht passiert. Auch ich habe im Stau bereits mehrfach begonnen die Rettungsgasse zu bilden. Viele machen mit. Sehr viele machen dann aber leider auch aus einer 3-spurigen Autobahn eine 4-spurige. In Deutschland funktioniert die Rettungsgasse übrigens auch nicht.

Geben wir ihr noch eine Chance?

Ich würde sagen ja! Wichtig wäre jedoch, dass die Polizei jeden Einzelnen straft, der sich nicht dran hält. Wenn die Rettungsgasse dann 2013 noch immer nicht funktioniert, sollte sie jedoch wieder abgeschafft werden, bevor es tatsächlich größere Unfälle mit Todesopfern zu beklagen gibt.