Im Gemeinderat vom September hat die Liste Baum / Stadträtin Maringer einen Resolutions-Antrag für einen verdichteten S-Bahn Takt gestellt. Resolutionen sind dafür da, von anderen etwas einzufordern, aber zumeist selbst nichts dafür zu leisten. Maringer fragte bei uns an, ob wir ebenfalls den Antrag mitstellen wollen. Als Klubobmann der ÖVP Purkersdorf habe ich daher den Antrag genau studiert, um zu sehen, ob eine gemeinsame Antragstellung Sinn macht. Abgesehen von Rechtschreib- und Grammatikfehlern in Maringers Antrag, besserte ich einige Denkfehler aus und schrieb einen annähernd gleichen Antrag, der sich in Nuancen unterschied und fragte dann an, ob wir uns auf dieses Papier einigen könnten.

Darauf kam jedoch nie eine Antwort, stattdessen stellte Maringer ihren Antrag im Gemeinderat – mit all den problematischen Inhalten. Ich brachte meinen Antragsentwurf als Gegenantrag ein, der jedoch mit SPÖ-Mehrheit abgelehnt wurde.

Warum habe ich einen Antrag geschrieben und welchen Inhalt hatte dieser?

Begonnen hat die Diskussion mit dem Thema der U-Bahn Verlängerung nach Purkersdorf. Dazu eine kurze Stellungnahme: Ein U-Bahn Zug fasst 880 Menschen. Aus Purkersdorf pendeln 3.000 Menschen nach Wien (Arbeitnehmer und Schüler). Mit 3,4 U-Bahn Zügen könnte ich also alle Purkersdorfer Pendler nach Wien bringen. Aus der gesamten Region (also alle Gemeinden rundherum) pendeln rund 8.100 Menschen nach Wien – das wären dann 9,2 U-Bahn Züge. Noch dazu müsste man ja dann eine sehr große P&R-Anlage in Purkersdorf bauen, damit die alle Platz zum Umsteigen haben.

Wir wollen sicher keine Mega P&R-Anlage in Unter-Purkersdorf.

Die andere Möglichkeit, um eine U-Bahn finanzierbar zu machen, wäre, wenn Purkersdorf ähnlich wie Hütteldorf auf 50.000 Einwohner wachsen würde. Dazu müsste man aber ganz Purkersdorf zubetonieren. Ich weiß nicht, ob das dem Bürgermeister vorschwebt – wir wollen das jedenfalls nicht! Und leider kann man auch nicht die U-Bahn auf bestehender Infrastruktur nach Purkersdorf verlängern, weil die Westbahn ja ohnehin nur 4gleisig ist und diese Gleise von den ÖBB auch benötigt werden. Ein Tunnelbau wäre natürlich astronomisch teuer – ginge aber theoretisch schon.

Und damit kommen wir zur S-Bahn

Die ÖVP Purkersdorf ist seit jeher die Speerspitze, wenn es um den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel geht. Wir haben 2008 erstmals die Taktverdichtung auf 4 Züge pro Stunde erreicht, den Nachtbus umgesetzt, die Taktverdichtung Viertelstundentakt bzw. Halbstundentakt in den Hauptverkehrszeiten ab 2015 erreicht und seit mindestens 10 Jahren darum gekämpft, dass unsere Außenzone billiger wird. Das ist ja mit der Tarifreform auch in Kraft getreten.
Wir wollen daher den Ausbau der S-Bahn umsetzen. Die notwendige Infrastruktur ist da, es braucht nur die notwendigen Züge. Und da scheiden sich jetzt ein wenig die Geister…
Für uns ist wichtig, dass es Mo-Fr in den Hauptverkehrszeiten einen Viertelstundentakt gibt, der in den Abend hinein verlängert wird. Konkret also von 5-9 Uhr und 15.00 bis 23.00 Uhr. Dazwischen sollte es einen Halbstundentakt der S-Bahn geben mit zusätzlich den normalen REX-Zügen (2x pro Stunde). Was die Grünen fordern, nämlich einen 7 1/2 Minuten Takt, kann ich einfach nur als Wahlkampfgag bezeichnen. Da sind wir ja wieder beim Thema, dass die Züge leer fahren, weil so viele Leute wieder nicht pendeln.

Die Finanzierung

Abgesehen davon, nehme ich an, dass Frau Maringer sich vermutlich nicht sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt hat, sondern einfach wild irgendwelche Forderungen, die gut klingen, in den Raum stellt. Das ist eine Art von Politik, für die wir sicher nicht zu haben sind.
Auch bei der Finanzierung wirft sie mit Phantasiezahlen um sich. Maringer möchte den 7 1/2 Minuten Takt ja auch bis Tullnerbach haben. Nach meiner Recherche beim VOR würde alleine diese Verstärkung des Taktes ca 4 Mio. Euro kosten. Der Viertelstundentakt bis Tullnerbach würde rund 8,5 Mio. Euro kosten. Zudem würde dafür vermutlich auch das Zugmaterial nicht zur Verfügung stehen – es müssten also auch neue Zugsgarnituren gekauft werden. Ein 7 1/2 Minuten-Takt ist aus meiner Sicht erst dann sinnvoll, wenn wir zuerst einen Viertelstundentakt realisieren können. Wenn die Öffis dann entsprechend angenommen werden, dass eine weitere Taktverdichtung notwendig wird, ist es nur logisch den Takt weiter zu verdichten. Aber es ist sinnlos, das von Beginn an einzufordern.
Aus diesem Grund habe ich beim Antrag im Gemeinderat gemeint, dass wirs lieber richtig machen sollten. Ich will einen besseren Takt umsetzen und nicht Forderungen aufstellen, die nie umgesetzt werden.

Daher habe ich auch vorgeschlagen, dass sich Purkersdorf an der Finanzierung beteiligen könnte – so wie das in anderen Gemeinden in ganz Österreich absolut üblich ist. Gerade bei Zugverbindungen am Abend ist die Mitfinanzierung von Gemeinden usus geworden. Und dabei geht es ja nicht um eine Aufteilung von 50:50, sondern eher um den symbolischen Charakter. Wenn ich als Gemeinde zeige, mir ist die Taktverdichtung so wichtig, dass ich mitzahle, dann werde ich meine Partner eher bewegen können, diese auch umzusetzen.

Mein Antrag im Gemeinderat, der eben eine wesentliche Taktverdichtung bis Unter-Purkersdorf vorgesehen hätte, wurde leider abgelehnt. Damit ist natürlich auch die Realisierung einer solchen Taktverdichtung in weite Ferne gerückt. Wie wenig Ahnung Stadträtin Maringer vom Thema öffentlicher Verkehr hat, zeigt schlussendlich auch die Tatsache, dass sie in ihrem Antrag nur das Land NÖ und den Bund zur Taktverdichtung auffordern wollte. Der größte Finanzierungspartner ist jedoch das Land Wien, das die Kosten der S-Bahn Taktverdichtung auf Wiener Gebiet zu tragen hätte. Wenn die Wiener nicht mitmachen, gibt es auch keine Taktverdichtung für Purkersdorf. Mein Antrag beinhaltet dieses Faktum natürlich.

Nur Populismus – kein Umsetzungsgedanke

Die Posse um diesen Antrag zeigt einmal mehr: der Liste Baum und Maringer geht es nur darum, ideologische Pflöcke einzuschlagen und nicht darum, auch wirklich etwas für Purkersdorf umzusetzen. Das zieht sich auch durch die gesamte Laufzeit ihrer Arbeit. Bislang hat sie in ihrem Ressort – das im Übrigen genügend Geld für Maßnahmen im öffentlich Verkehr hätte – noch überhaupt nichts umgesetzt. Bis halt auf die zusätzlichen Fahrradabstellanlagen. Die Bilanz ist jedenfalls dürftig, wenn man bedenkt, dass sie bereits seit über 4 Jahren im Amt ist. Mir ist wichtig, tatsächlich eine Taktverdichtung für die Region Purkersdorf zu erreichen – da werde ich auch weiter dran bleiben!

 

Und hier mein Antrag im Wortlaut

Gegenantrag zum Thema Verstärkung des S-Bahnangebots auf der Westbahnstrecke

Eine weitere Stärkung des öffentlichen Verkehrs steigert auch die Lebensqualität in unserer Heimatgemeinde: weniger Lärm und nicht zuletzt mehr Verkehrssicherheit für FußgängerInnen und vor allem auch Kinder und jüngere VerkehrsteilnehmerInnen. Gleichzeitig kann auch eine CO2-Ausstoß Verringerung erreicht werden, wenn mehr Menschen öffentliche Verkehrsmittel dem Auto vorziehen.

Dazu ist es notwendig, die Bahn auch in den Abend- und Nachtstunden und in der Freizeit zu attraktiveren. „Regelarbeitszeiten“ sind vielfach überholt, die Arbeitszeiten haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert, zusätzlich wollen Viele die Freizeit in den Städten verbringen und dann erst nach Hause fahren. Jugendliche ziehen in die Stadt, weil ihr Zuhause nach dem Treffen mit FreundInnen weniger gut erreichbar ist. Ein Viertel-Stunden-Takt der S-Bahn zwischen 5 Uhr und 24 Uhr entspricht den Lebensgewohnheiten von immer mehr Menschen, die im Wienerwald leben und würde somit ein zeitgemäßes Mobilitätsangebot darstellen.

Die notwendige Schienen-Infrastruktur ist vorhanden, es gilt natürlich zusätzliche Zugverbindungen – vor allem auch den Abendstunden zur Verfügung zu stellen.

Die Gemeinde Purkersdorf fordert daher das Land Niederösterreich, das Land Wien und den Bund (Bundeskanzler und Verkehrsminister) auf, noch mit dem Fahrplanwechsel 2016/2017 mitunter auch mit finanzieller Mitbeteiligung der Stadt Purkersdorf Verhandlungen aufzunehmen, um folgende Maßnahmen zu erreichen:

Mit dem Fahrplanwechsel 2016/2017 soll die Aufnahme eines täglichen Viertelstunden-Takts von Hütteldorf nach Purkersdorf zwischen 5 Uhr und 24 Uhr sowie die Aufnahme von neuen Bussen als Zubringer zur Bahn aus größeren Siedlungsgebieten in der aktuell laufenden Neuausschreibung von Buslinien, bzw. von längeren Betriebszeiten angepasst an den Bahnbetrieb und die Planung und der rasche Baubeginn von ausreichend P&R-Plätzen nahe der Bahnstation, gemäß dem vorhandenen Platzangebot, umgesetzt werden.

Jetzt ist es fix: ab 7. Juli tritt der neue AnachB Tarif des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR) in Kraft. Damit wird das Pendeln für Purkersdorferinnen und Purkersdorfer nach Wien endlich billiger. Jahrelang hat sich die ÖVP Purkersdorf dafür eingesetzt, dass der Zonensprung für unsere Gemeinde abgemildert wird. Immerhin mussten wir für nur 1-2 S-Bahn Stationen beinahe 400 Euro im Jahr zahlen. Dass öffentlicher Verkehr etwas kostet, ist klar, weil ja schon jetzt die Jahreskarten mit 70% vom Steuerzahler gestützt werden. Aber für eine Station 400 Euro zu zahlen ist bitter. Das gehört jetzt endlich der Vergangenheit an!

Die künftigen Tarife:

  • Jahreskarte für Wien und Purkersdorf: 605 EUR (bisher: 780 EUR)
  • Monatskarte für Wien und Purkersdorf: 72,20 EUR (bisher: 89,70 EUR)
  • Einzelticket für Purkersdorf inkl. Wien: 3,90 EUR (bisher: 4,40 EUR)
  • Einzelticket für Purkersdorf: 1,70 EUR (bisher: 2,20 EUR)

Unter  www.vor.at kann die persönliche Strecke ganz einfach ausgewählt werden. Der Vorteil ist, dass künftig auch alle Bus- und Nebenlinien im persönlichen Streckennetz inbegriffen sind. Es hat sich also ausgezahlt, so lange für einen faireren Tarif einzutreten.

“Die neuen Tarife mildern den Zonensprung nach Wien stark ab. Damit wird der Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel für den Arbeitsweg nach Wien sehr attraktiv. Durch die neuen Tarife können wir ein Riesenstück Forderung, der wir jahrelang nachgelaufen sind abhacken. Der Erfolg zeigt, dass man hartnäckig bleiben muss, wenn man etwas umsetzen will. Mein nächstes Ziel ist es daher, das Abendangebot im öffentlichen Verkehr auszubauen. In den Hauptverkehrszeiten haben wir bereits ein sehr gutes Zugangebot – aber in den Randzeiten, vor allem Abends, wäre eine Nachschärfung notwendig”, stellt ÖVP Klubobmann GR Florian Liehr fest.

Jetzt scheint es also fix zu sein: Christian Kern, ÖBB-Chef, wird wohl neuer SPÖ-Parteiobmann und damit auch neuer Bundeskanzler. Mit dieser Ansage sind auch wieder die ÖBB in das mediale Interesse gerückt. Immer wieder wird Christian Kern nämlich daran gemessen, dass er  aus den ÖBB ein Vorzeigeunternehmen gemacht haben soll. Aber wie ist das wirklich? Sind die ÖBB wirklich aus der Verlustzone gekommen? Wurden im Management die richtigen Entscheidungen gefällt?

Staatszuschuss bei rund 5 Milliarden Euro

Christian Kern legte in den vergangenen 2 Jahren jeweils ÖBB-Bilanzen vor, die einen Gewinn im niedrigen 3-stelligen Millionenbereich auswiesen. Auf den ersten Blick klingt das nach erfolgreicher Unternehmenspolitik. Und ja, Christian Kern hat es geschafft, das operative Minus in ein kleines Plus zu verwandeln. Zu behaupten, die ÖBB seien ein Unternehmen, das effektiv einen Gewinn einfährt, ist aber falsch. Der staatliche Zuschuss beträgt jährlich rund 5 Milliarden Euro – da von einem Gewinn zu reden, ist eigentlich unredlich. Und ja: man muss auch die Pensionsleistungen für ehemalige ÖBBler einrechnen. Das ist nämlich so eine Sache – SPÖ-Vertreter empören sich regelmäßig, dass man die Pensionsleistungen nicht einrechnen darf, weil diese ja sowieso anfallen. Aber leider wurden aktive ÖBBler, die noch Beamte waren, in Pension geschickt, um für die ÖBB günstigere Angestellte nach Kollektiv anzustellen. Dadurch entstehen in Wahrheit doppelte Personalkosten, die beide durch den Steuerzahler zu zahlen sind.

Woher kommt denn das restliche ÖBB Geld? Ja richtig: ebenfalls vom Steuerzahler. Sowohl der Bund als auch die Länder bestellen Verkehrsdienstleistungen bei den ÖBB. Kein einziger Nahverkehrszug wäre unterwegs, würde er nicht extra bestellt werden. Die ÖBB fahren diese Züge nämlich nicht aus Nächstenliebe – sondern nur deshalb, weil sie auch bezahlt werden. Jetzt könnte man meinen, es reiche die Monats- oder Jahreskarte, um diese Leistung abzugelten. Das stimmt leider nicht: jedes Öffi-Ticket wird in Österreich schon jetzt mit 70 Prozent vom Steuerzahler subventioniert.

Die Kosten für die ÖBB werden uns – und nachfolgende Generationen – noch lange beschäftigen. Daher ist dieser Schuldenberg auch eine ganz wesentliche Sache, der in der öffentlichen Diskussion nicht so einfach weggewischt werden darf. Speziell wenn man bedenkt, dass sich die ÖBB immer mehr aus der Fläche im Nahverkehr zurückziehen will. Das ist aber eigentlich ihre Kernaufgabe als staatliches Unternehmen, das jährlich mit mehr als 5 Milliarden Euro subventioniert wird.

Was hat Kern bei den ÖBB geschafft?

Also saniert hat Christian Kern die ÖBB nicht. Nach wie vor sind die ÖBB ein sehr teures System, das nur schwer zu reformieren ist, weil die ÖBB-Gewerkschaft jedes Mal versucht, Neuerungen zu verhindern. In diesem schwierigen Umfeld hat Kern jedoch geschafft, den ÖBB ein frischeres Image zu verschaffen. Vor allem im Bereich von kurzfristig auftretenden Problemen – bspw. im Rahmen vom Fahrplanwechsel, etc – hat Kern die ÖBB auf Vordermann gebracht. Heute wird wesentlich schneller reagiert und Probleme für die Pendler beseitigt, als das noch vor ein paar Jahren der Fall war. Kern ist damit zwar nicht der Sanierer, als der er oft dargestellt wird, aber er hat definitiv geschafft, den ÖBB ein neues Image zu geben. Bleibt zu hoffen, dass er selbiges auch in der Bundesregierung schafft – und zwar nicht auf Kosten des Partners, sonst wäre nämlich alles beim alten, nur mit getauschten Köpfen.

Wien ist ja bekannt für Fehlplanungen allerlei. Dabei braucht man nicht einmal an den berühmten AKH-Skandal (der sogar eine eigenen Wikipedia-Eintrag hat) zurückdenken. Auch in jüngster Zeit gibt es genügend Skandale, die Zeitzeuge für Planungsfehler und eine verquerte Stadtplanung sind. Das Krankenhaus Nord kostet mindestens das Doppelte der Veranschlagten rund 800 Millionen Euro, das Wiener Stadthallenbad wurde ganze 4 Jahre (!) saniert – von den Kosten ganz zu Schweigen und ein besonderes Gustostück war der fehlende U-Bahn Anschluss des brandneuen Wiener Hauptbahnhofes. Dafür mussten extra People-Mover installiert werden, um die weiter weg gelegene U-Bahn Station zugänglich zu machen.

Wien: Müllplatz statt Öffis

Und was hat die verfehlte Wiener Stadtplanung mit Purkersdorf zu tun? Viel. Leider. Direkt bei der A1-Auffahrt (bzw. Westeinfahrt) hat die Stadt jetzt nämlich völlig sinnfrei einen riesen Müllplatz gebaut. Damit wurde eine große Freifläche, die für P&R-Stellplätze oder bspw. für die Verlängerung der U4 genutzt hätte werden können, mit Müll zugepflastert. Da muss man sich schon die Frage stellen, ob das einfach völlige Ignoranz bestehender Probleme oder aber wieder ein Beispiel einer komplett verfehlten Stadtplanung ist. Wie die Bürgerinitiative „Pro U4 Verlängerung“ berichtet, wurde dieser Müllplatz sogar gegen den Willen der ansässigen Bevölkerung errichtet.

Der neue Müllplatz wird im Übrigen auch dafür sorgen, dass der Verkehrsfluss in der Westeinfahrt zusätzlich behindert wird. Kamen in den vergangenen Jahren schon etliche Ampeln rund um die Autobahn Auf- und Abfahrt hinzu, werden zahlreiche Ausfahrer vom Müllplatz dafür sorgen, dass der Verkehrsfluss an der Ausfahrtsstelle weiter ins Stocken gerät.

Kurz gesagt, baut die Stadt Wien lieber einen Müllplatz anstatt den öffentlichen Verkehr zu fördern und so auch Autofahrer aus der Stadt fernzuhalten. Da wird offensichtlich lieber auf Zwangsmaßnahmen wie das Wiener Parkpickerl gesetzt, das für Mehreinnahmen von über 150 Millionen Euro im Jahr sorgt. Und das auf Kosten der Wiener und der Pendler.

Besonders die Grünen sehen Wien immer als leuchtendes Vorbild für den öffentlichen Verkehr. Dieses Bild ist aber romantisch verklärt, wenn man sich die Fakten ansieht. So liegt beispielsweise der Modal-Split in Niederösterreich bei 30 Prozent ÖV (Öffentlicher Verkehr) und 70 Prozent MIV (Motorisierter IndividualVerkehr). In Wien liegt der Anteil des Öffentlichen Verkehrs nur um 6 Prozent höher – also bei 36 Prozent. Und das obwohl Wien – eh klar als Ballungsraum – ein relativ gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz bietet. Aber vermutlich sind es genau Aktionen wie jene mit dem Müllplatz statt der U-Bahn Verlängerung, die es verhindern, dass der ÖV-Anteil weiter steigen kann. Schade – hier wurde eine Chance vertan.

Ausbau der Öffis in Purkersdorf

Unsere Information bezüglich der U4-Sanierung und des damit drohenden Stau-Chaos auf der Westeinfahrt hat viele Reaktionen hervorgerufen. Der Bürgermeister hat eher ratlos reagiert. Aber die grüne Verkehrsstadträtin, Christine Maringer, die eigentlich daran arbeiten sollte, den öffentlichen Verkehr zu forcieren, hat sich dagegen gestellt. Nach ihrer Meinung würden P&R-Stellplätze zusätzlichen Verkehr nur anziehen. Das stimmt für Purkersdorf natürlich nur bedingt und ist ein ignorieren der Tatsachen. Unsere P&R-Anlage ist schon heute komplett überlastet. Um also weitere Bürger dazu zu bringen, auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen, braucht es also mehr P&R-Kapazitäten. Hier ein Abriss warum, den ich als offene Reaktion an NÖN und Bezirksblätter geschickt habe.

Warum braucht es mehr P&R-Stellplätze?

Inhaltlich ist der Angriff von Maringer natürlich völliger Unsinn! Erstens darf ich festhalten, dass wir als Lösungsansatz bereits die Verstärkung der S-Bahnen eingefordert haben. Damit ist auch Maringers „Vorstoß“ im besten Fall einfach abgekupfert. Und zweitens haben wir natürlich auch eingefordert, dass die P&R-Kapazitäten ausgebaut werden.
Es ist ein Faktum, dass Purkersdorf zu wenig P&R-Stellplätze hat und bei weitem mehr brauchen würde. Mir ist klar, dass Maringer – wie auch schon bisher – AutofahrerInnen verteufelt, aber wer öffentlichen Verkehr fördern will, der muss auch P&R-Stellplätze bauen. Maringer ist in diesem Punkt realitätsfern und offenbar leider auch inhaltlich nicht fit genug, um Öffentlichen Verkehr zum Durchbruch zu verhelfen.
Zur Sperre der U4 bleibt festzuhalten, dass die Wiener Linien selbst bestätigt haben, dass im zweieinhalbminuten Takt Busse auf der Westeinfahrt unterwegs sein werden. Warum? Auch das ist leicht erklärt: in einen Gelenkbus der Wiener Linien passen (real) ca 120 Personen. In einen U-Bahn Zug hingegen rund 650 Personen. Das bedeutet, dass mindestens 5 Busse notwendig sind, um eine einzige U-Bahn (speziell zu den morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeiten) zu ersetzen. Diese Busse müssen auch Personen zu und umsteigen lassen, etc… Jeder, der schon einmal hinter einem Bus hergefahren ist, weiß, dass das Verzögerung bedeutet. Wenn dann noch gleichzeitig Spurwechsel dazukommen, ist der Stau schon heute vorprogrammiert. Daher haben wir auch geschrieben, dass dies einer Spursperre gleich kommt. Das ist keine Panikmache, sondern ein Faktum, auch wenn das Frau Maringer nicht wahrhaben will.
Aber ich versteh das schon: sie macht es sich in diesem Bezug eben leicht. Immerhin ist sie seit mehr als 4 Jahren für Öffentlichen Verkehr zuständig und hat für Purkersdorf noch nichts weitergebracht (bis auf einen Fahrradabstellplatz, der zwar tatsächlich wichtig ist, aber leider die Verkehrsprobleme nicht löst). Sich daher hinzustellen und von anderen etwas einzufordern, bevor die eigenen Hausaufgaben gemacht sind, ist leicht durchschaubar.
Für uns gilt daher weiterhin, schnell zu reagieren, um zusätzliche P&R-Stellplätze zu schaffen. Und da es in Purkersdorf keinerlei innerstädtische Verkehrsmittel gibt, braucht es klarerweise P&R-Stellplätze, damit die Pendler aus den Siedlungen zum Bahnhof kommen können.
Tägliches Verkehrschaos in der Westeinfahrt?

Mit Anfang April diesen Jahres fängt die Sanierung der U4 an. Ab dann fährt auf einer Spur der zweispurigen Westeinfahrt alle 2 ½ Minuten ein Schienenersatzverkehrsbus. “Das bedeutet, dass nur mehr eine Spur für den regulären Autoverkehr zur Verfügung steht. Ein Verkehrschaos mit Stau zurück auf die Autobahn ist daher schon jetzt vorprogrammiert – der Wahnsinn soll bis September andauern. Purkersdorf wird davon natürlich eine der am stärksten betroffenen Gemeinden sein – einerseits, weil viele Purkersdorfer nach Wien zur Arbeit pendeln und andererseits, weil auch andere bei uns auf die Öffis umsteigen wollen werden – beispielsweise Gablitzer und Tullnerbacher. Wir müssen daher schnellstens darauf reagieren und prüfen, wo zusätzliche P&R-Stellplätze, zumindest provisorisch, eingerichtet werden können”, fordern ÖVP-Chef GR Andreas Kirnberger und Verkehrssprecher GR Florian Liehr ein.

P&R-Kapazitäten am Ende

Leider sind die P&R-Kapazitäten in Purkersdorf schon jetzt am Limit. Die Stadt nehme bewusst in Kauf, dass Einkäufer und Arbeitnehmer auf der P&R-Anlage parken. Durch diese “Fremdnutzung” ist die ÖBB bislang auch nicht bereit, die Kapazität auszubauen. “Purkersdorf muss daher selbst vorangehen. Wir brauchen den Ausbau der P&R-Stellplätze in Purkersdorf – wenn notwendig muss die Gemeinde das alleine machen”, stellt Kirnberger fest.

Stau vorprogrammiert

Dazu kommt, dass auch die ÖBB die Westbahnstrecke sanieren werden und im Sommer zwei Tunnels komplett gesperrt sind. Dann fallen auch alle REX Verbindungen zwischen Wien Westbahnhof und St. Pölten aus. Dazu Kirnberger: “Das bedeutet, dass noch mehr Leute nach Purkersdorf kommen werden, um einen P&R-Stellplatz zu bekommen, damit sie sich die Westeinfahrt und den dortigen Stau ersparen. Hier muss jetzt rasch reagiert werden – wir brauchen dringend einen Ausbau der Kapazitäten auf der Westbahn. Wir werden daher Kontakt mit dem Verkehrsverbund Ost-Region aufnehmen, der hier für mehr Zugverbindungen zwischen Purkersdorf und Wien sorgen muss. Wir werden die Pendler nicht im Regen stehen lassen!”

Gute Nachrichten für alle Purkersdorfer Pendlerinnen und Pendler: ein neuer, attraktiverer Fahrplan für die Westbahnstrecke kommt mit Dezember 2015. Endlich fahren die Züge in einem echten Taktverkehr – in der Früh mit jeweils 4 Zügen pro Stunde (Purkersdorf Zentrum: 2x REX und 2x S-Bahn; Unter-Purkersdorf & Purkersdorf Sanatorium: 4x S-Bahn).

Hier die Information von Niederösterreichs Verkehrslandesrat Karl Wilfing:

Wilfing: „Westbahnstrecke: große Verbesserung für Pendler“

Mit Fahrplanwechsel im Dezember 2015 werden zahlreiche Verbesserungen auf der alten Westbahnstrecke umgesetzt: 30 Minuten REX Takt mit optimaler S-Bahn-Verknüpfung

„Wir befinden uns im Jahrzehnt des öffentlichen Verkehrs. Daher setzen wir auch massive Verbesserungen im Angebot um. Nach der Attraktivierung der neuen Westbahnstrecke, setzen wir nun auch Maßnahmen auf der Westbahn-Stammstrecke. Ab Dezember kommt es zu einem halbstündigen REX Takt auf der Strecke Wien Westbahnhof – St. Pölten. Zugleich gibt es 7 Tage in der Woche einen stündlichen Takt der S-Bahn zwischen Wien und Neulengbach, der Montag bis Samstag auf einen halbstündlichen Takt bis Tullnerbach-Pressbaum verdichtet wird. Insgesamt erreichen wir für die Pendlerinnen und Pendler ein hervorragendes Angebot, das einen attraktiven öffentlichen Verkehr in der Region sicherstellt“, erklärt Verkehrslandesrat Karl Wilfing.

 

Das neue Angebot im Überblick:

  • REX: 30-Minuten-Takt von St. Pölten nach Wien Westbahnhof (Hauptverkehrszeit)

(mit den Halten: Wien Westbahnhof, Hütteldorf, Purkersdorf Zentrum (neu), Tullnerbach-Pressbaum, Pressbaum, Eichgraben-Altlengbach, Maria Anzbach (Neu), Neulengbach-Stadt, Neulengbach, Ollersbach, Kirchstetten, Böheimkirchen, Pottenbrunn und St. Pölten)

 

  • S-Bahn:
    • Stündliche Verbindung von Wien Westbahnhof bis Neulengbach (7 Tage in der Woche)
    • Verdichtung auf einen 30-Minuten Takt zwischen Wien Westbahnhof und Tullnerbach-Pressbaum (Mo. bis Sa.)
    • Zusätzliche Verdichtung auf einen ¼ Stunden Takt zwischen Wien Hütteldorf und Unter Purkersdorf (in der Hauptverkehrszeit)
    • Tagesdurchgängiger, exakter 30-Minuten-Takt zwischen Wien Westbahnhof und Unter Purkersdorf auch an Sonntagen

“Das Thema öffentlicher Verkehr wird in Purkersdorf leider derzeit noch stiefmütterlich behandelt. Um die Pendlerströme zu bewältigen, brauchen wir aber eine echte Öffi-Offensive und eine attraktives Angebot im öffentlichen Verkehr. Da reicht es nicht, irgendwo einen neuen Fahrradabstellplatz zu installieren.”, stellt ÖVP-Gemeinderat Florian Liehr fest.

ÖVP ist starke Lobby der Pendler

Das Team der ÖVP Purkersdorf ist bereits seit vielen Jahren die starke Lobby der Pendlerinnen und Pendler aus der Gemeinde. “Wir konnten unter anderem mehr Züge in der Früh und am Nachmittag sowie einen Halbstundentakt der S-Bahn untertags erreichen. Das sind Maßnahmen, die den Pendlern helfen”, erklärt Liehr, der nun einen Verhandlungstermin bei Wolfgang Schroll, dem Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR) hatte.

Brauchen gutes Taktgefüge

“Wie seitens des Landes NÖ bekannt gegeben wurde, stellen sich diverse Verbesserungen mit dem Fahrplanwechsel 2015/2016 ein. Unter anderem ist geplant, für die Station Purkersdorf-Zentrum jeweils 2 schnelle REX Züge sowie 2 S-Bahnen pro Stunde in den pendlerrelevanten Zeiten nach Wien zu führen. Ab Unter-Purkersdorf sollen künftig wie bisher 4 S-Bahnen pro Stunde geführt werden. Jetzt geht es aber darum, dass diese Züge auch entsprechend getaktet sein müssen. Es macht keinen Sinn, wenn REX und S-Bahn im Abstand von 5 Minuten fahren”, so Liehr weiter. Man müsse daher schon jetzt aktiv werden und mit dem Verkehrsverbund entsprechend verhandeln, um die beste Lösung für Purkersdorf herauszuholen.

Fordern Abend-Züge nach Purkersdorf

Beim dem Treffen in der VOR-Zentrale übergab Liehr an Schroll auch die Forderung, für mehr Abendverkehrszüge zu sorgen. Dazu der Gemeinderat: “Viele Pendler fahren derzeit mit dem Auto nach Wien, weil sie einfach länger arbeiten und Abends die Verbindungen nach Purkersdorf nicht mehr so dicht sind. Hier braucht es ebenfalls ein gutes Angebot, um unser Ziel, den Umstieg auf Öffis, zu erreichen.” Damit könnten gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: mehr Komfort und Angebot für die Pendler sowie zugleich als umweltrelevante Maßnahme die Reduktion von CO2-Emissionen.

“Der Input aus den Gemeinden ist uns wichtig. Wir werden daher die Forderungen prüfen und auch Berechnungen anstellen, um die geforderten Abendverbindungen nach Möglichkeit zu realisieren. Ich habe daher einen entsprechenden Auftrag an die Planungs-Experten weitergegeben”, sagt VOR-Geschäftsführer Schroll die Prüfung der Anliegen zu.

Das von der ÖVP durchgesetzte Sicherheitspaket für den Schulbezirk wird jetzt umgesetzt – im Stadtrat wurden nun Baufirmen mit der Umsetzung beauftragt

 “In der Stadtratsitzung vom 28. Oktober wurden nun endlich die Auftragsvergaben für unser Sicherheitspaket im Schulbezirk beschlossen. Damit kann das von uns durchgesetzte Schulwegsicherheitspaket noch in diesem Jahr begonnen werden”, berichten ÖVP-Chefin Familienstadträtin Elisabeth Mayer und Stadtrat Albrecht Oppitz nach der Sitzung.

Mit den neuen Kiss&Go Zonen soll eine massive Entschärfung der Gefahrenstellen im Bereich der Volks- und der Neuen NÖ Mittelschule erfolgen. “Die zusätzlichen Bodenmarkierungen und Kiss&Go Zonen sorgen für mehr Sicherheit für die rund 500 Schülerinnen und Schüler”, betont Mayer.

Auch die Anhebung des Kreuzungsplateaus an der Kreuzung Alois-Mayer Gasse / Pummergasse wird nun umgesetzt. Dazu Liehr: “Ich freue mich sehr, dass diese Maßnahme nun umgesetzt wird, weil an der Kreuzung viele Schüler die Straße queren und auch die Stiegen vom Bahnhof dort abrupt an der Straße enden. Gerade diese Maßnahme fordere ich seit über 5 Jahren ein. Das zeigt auch, dass man in der Politik hartnäckig bleiben muss, um aus der Opposition heraus Maßnahmen umsetzen zu können. Das ist uns hier gelungen – darauf können wir zu Recht stolz sein.”

“Die Arbeiten werden von der Firma Pittel+Brausewetter durchgeführt. Insgesamt wird die Gemeinde rund 44.000 Euro dafür investieren”, informiert Oppitz, der darauf hinweist, dass damit die von der ÖVP geforderten Maßnahmen auch in der Umsetzung äußerst günstig ausfallen.

Gemeinsam mit den durch ÖVP-Mitglieder gestellten Schülerlotsen und dem Durchfahrtsverbot vor der Volksschule, wurde nun ein Gesamtpaket für mehr Sicherheit vor den Schulen erreicht.

Das beschlossene Sicherheitspaket im Überblick:

  1. Kiss & Go in der Pummergasse
    auf der linken Seite in Fahrtrichtung entstehen Kiss & Go-Parkplätze zum Aussteigen und auf der rechten Seite (an der Böschung zur Bahn) werden Dauerparkplätze geschaffen. Hier muss das Einverständnis der ÖBB eingeholt werden.
  2. Gehsteig durchziehen über die Schwarzhubergasse (Schwarzhubergasse/Pummergasse) – Anhebung des Zebrastreifen/Übergangs
  3. Anhebung des Kreuzungsplateaus
  4. (Kreuzung Alois-Mayer Gasse/Pummergasse/ÖBB-Bahnabgang)
  5. Zusätzliche Bodenmarkierung (Alois-Mayergasse) „KISS & GO“ (2x)
  6. Zusätzliche Bodenmarkierungen „ACHTUNG SCHULE“ sowie „30 km/h“
  7. Gehsteig verbreitern (Kreuzungsbereich Schwarzhubergasse/Pummergasse)
  8. Gehsteig verbreitern (Kreuzungsbereich Alois-Mayergasse/Pummergasse)

Zu günstigen Konditionen stehen in Wien rd. 1.300 PKW-Stellplätze für niederösterreichische Pendlerinnen und Pendler zur Verfügung

„Das Land NÖ hat als Antwort auf die Ausweitung des Wiener Parkpickerls rasch rund 1.700 zusätzliche PKW-Stellplätze als Provisorien gebaut. Auch in Purkersdorf sind unkompliziert zusätzliche 45 Stellplätze entstanden. Ein weiteres Angebot des Landes sind die Pendlergaragen in Wien, wobei hier sehr günstige Konditionen für NÖ-Hauptwohnsitzer mit privaten Garagenbetreibern ausgehandelt worden sind. Davon können also Purkersdorferinnen und Purkersdorfer in vollem Ausmaß profitieren“, informieren die beiden Mobilitätsbeauftragten der Stadtgemeinde Purkersdorf, GR Christian Röhrich und GR Florian Liehr.

Während ein Garagenplatz im Stadtinneren zwischen 90 und 300 Euro kostet, sind die verhandelten NÖ-Kontingente um 56,04 Euro pro Monat, bzw. 560,40 Euro pro Jahr zu mieten. Die Vorgangsweise ist einfach: das entsprechende Infoblatt von www.n-mobil.at/pendlergaragen herunterladen und ausfüllen. Die Mobilitätszentrale bestätigt dann, dass man seinen Hauptwohnsitz in Niederösterreich hat. Der direkte Mietvertrag wird dann per Mail zugeschickt und zwischen Pendler und Garagenbetreiber abgeschlossen.

„Damit sind die Pendlergaragen sogar günstiger zu haben, als die Wiener P&R-Anlagen, deren Preise erst kürzlich erhöht wurden“, betont Liehr, der darauf hinweist, dass es fast allen Pendlergaragen noch Plätze zu haben gibt.

„Das Angebot ist für jene Purkersdorfer Pendler, die mit dem Auto nach einpendeln müssen, hervorragend, weil es einerseits sehr günstig ist und andererseits auch die Lage in der Nähe von U-Bahn Stationen gut gewählt wurde. Selbstverständlich stehen wir als Mobilitätsbeauftragte auch für Fragen zur Verfügung“, so Röhrich.

Die Fakten:

350 PKW-Stellplätze an sieben privaten Garagenstandorten in Wiener U-Bahn Nähe

Standorte:

  • 1020 Wien; Wehlistraße 295 – Direkt bei Abfahrt A23-Handelskai (APCOA); 300 Stellplätze; Anbindung: U2
  • 1030 Wien; Hermine Jursa Gasse 11 (BOE Gebäudemanagement GmbH); 150 Stellplätze, Anbindung: U3
  • 1030 Wien; Fiakerplatz (BIP Garagengesellschaft – Best in Parking); 30 Stellplätze, Anbindung: U3
  • 1090 Wien; Türkenstraße 22 (Rossauer Garagen GmbH); 140 Stellplätze (auf 1 Jahr befr.); Anbindung: U4; bereits ausgebucht!
  • 1100 Wien; Migerkastraße 2 (APCOA); 80-100 Stellplätze; Anbindung:  mit Bus 11 min. zur U1
  • 1100 Wien; Hertha Firnbergstrasse 14; (+)10 Stellplätze; Anbindung: U6
  • 1200 Wien; Wexstrasse 24 (BIP Garagengesellschaft Breiteneder GmbH & Co KG); 250 Stellplätze; Anbindung: U6
  • 1200 Wien; Brigittaplatz (BIP Garagengesellschaft Breiteneder GmbH & Co KG); 250 Stellplätze; Anbindung: U6
  • 1220 Wien; Tamariskengasse 43a (BOE Gebäudemanagement GmbH); 100 Stellplätze; Anbindung: U2
  • 1220 Wien; Leonard Bernsteinstr. 8 (APCOA); 100 Stellplätze; Anbindung: U1

 

Pro Stellplatz gilt der Tarif von 56,04 Euro pro Monat, bzw. 560,40 Euro pro Jahr. Tageweise Miete ist nicht möglich. Die Abwicklung erfolgt über die NÖ Mobilitätszentralen:

  • Auf n-mobil.at/pendlergaragen das Infoblatt downloaden und ausfüllen.
  • Infoblatt und Meldebestätigung an die Mobilitätszentrale übersenden, die eine Bestätigung als sogenannten „NÖ-Pendler“ ausstellt.
  • Mit dieser Bestätigung ist dann der Vertragsabschluss mit dem jeweiligen Garagenbetreiber zu den günstigen Konditionen möglich.