Es kommt nicht oft vor, dass ich an dieser Stelle über Filme schreibe. Dieses Mal muss es aber einmal sein. Star Wars – wer kennt es nicht. Ich war nie ein großer Fan, hab die Filme aber natürlich alle gesehen. In den vergangenen Wochen gab es einige Reviews und Zeitungsartikel, die „Rogue One –  A Star Wars Story“ kritisiert haben, weil es ein Film nicht im Stil von Star Wars sei. Irgendwie stimmt das – aber nur, weil den anderen Star Wars Teilen (mit Ausnahme von Star Wars VII) etwas gefehlt hat.

Die „original“ Star Wars Episoden IV-VI aus den 70er und 80ern sind zwar seinerzeit ein Meisterwerk der Technik gewesen und in die Filmgeschichte eingegangen, waren jedoch voller Kitsch und Szenen, die man am liebsten vorgespult hätte. Ich sag nur: Ewoks. Die neuen Episoden I-III – nun die braucht man eigentlich kaum kommentieren. Sie waren einfach ganz schlecht. Ganz besonders Episode I kann man tatsächlich komplett vergessen. Bei Episode I verhält es sich von der Storyline her sogar so, dass man diesen Film nicht gesehen haben muss, um trotzdem alles komplett in Episode II zu verstehen. Diese Filme haben gezeigt: George Lucas hatte zwar die Idee für die Filme, aber nicht das Können, um großes Kino zu inszenieren.

Und so ergibt es sich, dass „Rogue One“ im Gegensatz zu allen anderen „älteren“ Star Wars Episoden alles hat, was Star Wars so wie es sein sollte ausmacht: Raumschlachten, Action, Gefühl, epische Bodenschlachten, verdammt gute Effekte und viel Humor. Ursprünglich hatte ich angenommen, dass Disney Kinderfilme aus dem gerade gekauften Franchise machen wird. Weit gefehlt – offenbar hat es Disney gebraucht, damit es endlich einmal gute Star Wars Storys gibt. Auch Episode VII war hervorragend – wenngleich der Tod von Han Solo doch schmerzt, weil Harrison Ford einfach ein großartiger Schauspieler ist.

Fazit: Danke Disney – mit „Rogue One“ habt ihr einen genialen Film abgeliefert, der schwer zu übertreffen sein wird, wenn Ende des Jahres dann Episode VIII kommt.