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Baumfällung in Purkersdorf

Halb Purkersdorf muss seit dem Ende der vergangenen Woche auf einen kahlen Berg schauen. Die Rodung eines ganzen Berghanges mitten im Ortszentrum der „Besonderen Stadt im Wienerwald“ sieht einfach furchtbar aus. Hier hätte die Gemeinde einfach verantwortungsvoller Handeln müssen – zumindest der Umweltausschuss hätte informiert werden müssen. Auch das ist leider unterblieben. Ich muss an dieser Stelle offen zugeben: ob des Anblickes, bin ich geschockt!

Hier die Fakten:

  • Offiziell wurden nur 0,7 ha, das ist etwa 1% des Purkersdorfer Gemeindewalds geschlägert.
  • Nach ca 8 Jahren wird die nun gerodete Fläche mit 5 m hohen Jungbäumen bewachsen sein.
  • Eine Einzelbaumfällig sei laut Gemeinde auf Grund der steilen Hanglage nicht möglich gewesen.
  • Die Gemeinde beziffert den Gewinn aus den Baumrodungen in den vergangenen Jahren mit jährlich rd. 10.000 Euro.
  • Laut Gemeinde seien aber finanzielle Gewinne nicht Auslöser der nunmehrigen Rodungen.

Nach den erfolgten Rodungen kritisierte die Stadträtin der Liste Baum (LIB) die Gemeinde lautstark. Dabei trafen schlichtes Unwissen auf politisches Kleinholz schlagen. Eher ironisch zu werten ist, dass  Maringer den sofortigen „Stopp“ der Rodungen fordert, nachdem das Unglück schon passiert war.

Aus meiner Sicht ist es jetzt wichtig zu klären, dass möglichst rasch wieder aufgeforstet wird. Darüber hinaus müssen wir im Gemeinderat sicherstellen, dass solche Rodungen mitten im Ortgebiet nicht allzu bald wieder vorkommen – immerhin macht die Gemeinde mit dem Begriff  „Wienerwald“ auch Werbung. Besonders die Tatsache, dass viele Menschen hier nach Purkersdorf ziehen, um „im Grünen“ zu leben, zeigt die Notwendigkeit davon, unsere natürlichen Ressourcen zu behalten und noch vielmehr zu pflegen!

Das Wochenende und der Sturm, der über unsere Stadt gezogen ist (immerhin mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h) zeigt, dass vorsichtige Baumentnahmen im Wald immer wieder nötig sein werden – ganz einfach zur Sicherung unserer wunderbaren Wanderwege, die unsere Stadt so lebenswert machen. Ob allerdings die breitflächige Rodung tatsächlich unvermeidbar war, wie dies die Gemeinde darstellt, wird wohl weiterhin rätselhaft bleiben. Ganz besonders auf Grund des Umstandes, dass auch der Umweltausschuss nicht informiert wurde. Im Umweltausschuss werden nämlich genau solche Punkte ganz genau geprüft und kritisch hinterfragt. Mit dieser Nicht-Information im Vorfeld bleiben wir als Gemeinderäte mit einem gewissen Unbehagen zurück. Unser Ortsbild bleibt auf Jahre geschädigt und die Purkersdorferinnen und Purkersdorfer fragen sich zu Recht, ob es hier mit rechten Dingen zuging.