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Bildungsreform dringend notwendig!

Mehr Ganztagesangebot notwendig

Eine breitangelgte Reform unseres Bildungssystems ist dringend notwendig. Allerdings liegt die Notwendigkeit darin nicht an den Ergebnissen der nicht aussagekräftigen PISA-Studie. Aus den Ergebnissen ist jedoch ein Trend absehbar, der uns einen Anstoß in die richtige Richtung geben sollte. Und eines ist klar: Der Weg in die Zukunft muss Ideologiefrei beschritten werden. Die Gesamtschule (oder auch Einheitsschule) ist definitiv ein ideologisches Produkt, von dem sich skandinavische Länder jetzt verabschieden, weil sie gemerkt haben, das dies nicht der richtige Weg ist.

Was sagt uns das PISA Ergebnis?

Ich habe einige Leserbriefe in Zeitungen gelesen, in denen die Schreiber der Meinung sind, das schlechte Ergebnis liege am fehlenden Leistungsanreiz (man wird für den PISA-Test nicht benotet). Daran liegts jedenfalls nicht. Die Presse veröffentlichte Beispielfragen vom PISA-Test 2009. Die Fragen wären mit Hausverstand und Logik zu beantworten gewesen. Der fehlende Leistungsanreiz kann es schonmal nicht sein, wenngleich die Schülerinnen und Schüler den Test sicher nicht besonders ernst nehmen und ihn daher auch versuchen, schneller zu beantworten. Im Gegensatz dazu ist das beispielsweise in Japan ganz anders, denn dort zählt Leistung und gute Benotung so gut wie alles.

Durch die schlechten Ergebnisse beim PISA-Test wird unser gesamtes Schulsystem schlecht geredet. Fakt ist aber, dass vor allem Wiener Schulen und Berufsschulen schlecht abschneiden. Würde man nur das Ergebnis von AHS heranziehen, wäre Österreich deutlich weiter vorne im Ranking. Daher ist die Bildungsministerin gefordert, Reformen durchzuführen, denn es kann nicht sein, dass die Qualität der Schulen so unterschiedlich ist.

Mehr Ganztagsangebot

Die Idee einer vereinheitlichten Matura mit gleicher Qualität an allen Schulen ist daher ein Schritt in die richtige Richtung. Jedoch muss Bildungsministerin Schmied auch darauf achten, die Lehr- und Ausbildungsqualität an den Schulen zu verbessern. Ihr Lieblingsprojekt – die Einheitsschule – hebt die Qualität aber nicht, sondern wirft nur alle Schülerinnen und Schüler in eine Klasse. Damit wird nicht auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler eingegangen. Österreich braucht daher ein differenziertes Schulsystem, das in sich durchlässig ist und das ganze auf einem gleichbleibend hohen Niveau.

Ein guter Vorschlag in diesem Zusammenhang ist beispielsweise eine mittlere Reifeprüfung für Hauptschulen einzuführen. Das bedeutet, jene Schülerinnen und Schüler, die nach der Hauptschule noch an eine AHS wechseln wollen, können eine Prüfung ablegen und anschließend noch die Matura in der AHS machen.

Absolut notwendig sind jedoch vermehrte Ganztagesangebote, die die Schülerinnen und Schüler fördern. Dies hätte den zusätzlichen Effekt, dass es für die Eltern leichter ist, ihre Berufstätigkeit auszuüben.

Was bringt der Schulversuch „Gesamtschule“?

Leider gar nichts. Aus den Schulversuchen sind anschließend nicht einmal seriöse Ergebnisse ableitbar, weil die teilnehmenden Schulen massive Mittelaufstockungen bekamen. Einerseits fehlt dieses Geld den restlichen Schulen im täglichen Betrieb und andererseits wird der Schulversuch somit durch zusätzliche Mittel verzerrt. Sobald der Schulversuch ausläuft wird es dann heißen: Außer Spesen nichts gewesen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die SPÖ ihre Blockadepolitik aufgibt und endlich ganz ohne Scheuklappen Politik macht. Ich fürchte jedoch, das wird ein frommer Weihnachtswunsch bleiben.