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Das verrückteste und zugleich beste Spiel der vergangenen Jahre

Foto: Nationalmannschaft, (c) Steindy/Wikipedia

Österreich steht ja derzeit mitten in der Qualifikation zur Europameisterschaft (EM) 2012. Gestern fand das dritte Spiel in unserer Gruppe A gegen Belgien statt. Mittlerweile dürfte jeder den Ausgang des Matches 4:4 unentschieden kennen. Nachdem ich gestern vor dem Fernseher mitgefiebert habe und – das muss man wirklich sagen – es ein unglaubliches und spannendes Spiel war, widme ich unserem Nationalteam (und dem gestrigen Spiel) diesen Blogeintrag.

Wer stand da am Platz?

In den ersten Minuten nach Beginn des Matches hab ich mich gleich gefragt: Wer steht da am Platz? Die österreichische Nationalmannschaft kann es nicht sein, weil von der bin ich anderes gewohnt. Die Nationalelf haben gestern wirklich ein Match hingelegt, das absolut sehenswert war. Technisch schön und beherzter Fußball. Selbst nach dem ersten Gegentreffer kurz nach Beginn haben sie weitergekämpft – da hat es schon Partien gegeben, wo sie den Kopf hängen ließen.

Schiedsrichter haben eigene Regeln.

Das gestrige Match hat aber einmal mehr gezeigt, dass auch die Schiedsrichter nicht unfehlbar sind, wie die UEFA das so gerne hätte. Der englische Schiedsrichter hat extrem viel durchgehen lassen – zum Pech für Österreich. Andererseits zeigte er dann in der zweiten Halbzeit Paul Scharner die rote Karte wegen einer Rempelei. Gut, man muss ehrlich sagen, so eine Situation darf einem so erfahrenen Spieler nicht passieren. Offenbar wurde er vom Belgier gereizt (und zu dem Zeitpunkt war die Stimmung schon „am Kochen“). Sogesehen musste aus Fairplay-Gründen die Rote her. Dennoch: lächerlich, dass dafür die rote Karte gezückt wird und für so manches böses Foul nichtmal Gelb gegeben wurde.

Einzigartige Aufholjagd

Die Nationalelf haben unglaublich gekämpft, um aus dieser Partie einen Sieg zu holen. Dennoch gelang es Belgien auszugleichen und dann am Ende des Spiels noch ein viertes Tor zu schießen. Da dachte ich dann aber wirklich, dass es vorbei sei. Nein! In der 93. Minute schießt Martin Harnik noch den Ausgleichstreffer auf 4:4 – und Österreich kassiert einen sehr wichtigen Punkt. Dieses Match hatte wirklich ALLES, was ein guter Fußballabend bieten muss: Spannung, Herz und eine österreichische Mannschaft, die wie ein Löwe gekämpft hat.

Angesichts der Performance in der Gruppenphase frage ich mich immer noch, weshalb es Leute gibt, die Didi Constantini als Teamtrainer abgesetzt sehen wollen. Ich denke, er macht seinen Job gut. Das Problem für ihn ist natürlich: In der öffentlichen Wahrnehmung ist er nur dann gut, wenn Österreich gewinnt. Allerdings kann Österreich nur gewinnen, wenn die Mannschaft gut spielt – und das hängt vom Zusammenspiel der einzelnen Akteure ab, nicht vom Trainer. Da kann jede Taktik noch so gut sein, wenn die Spieler sich nicht dran halten.

Ich freu mich jedenfalls schon auf das Remis in Wien und hoffe, dass wir dann die ganzen 90 Minuten mit elf Spielern am Platz stehen und siegen.

Stefan Maierhofer freut sich

Sehr lustig war dann übrigens am Schluss der Herr Maierhofer (er ist 90 Minuten wie ein Wahnsinniger gerannt). Während der ORF Analyse kam er in die Kamera gelaufen, umarmte die Kommentatoren und rief  „Das ist Österreich“. Offenbar hat er auch 300 im Kino gesehen.  Jedenfalls hat er sich diese kleine Einlage absolut verdient, weil er wirklich beherzt gespielt hat. Hab diese Szene auch auf Youtube gefunden.

eingebunden mit Embedded Video

 

Torfolge:

1:0 (11.) Vossen

1:1 (14.) Schiemer

1:2 (29.) Arnautovic

2:2 (47.) Fellaini

2:3 (62.) Schiemer

3:3 (87.) Ogunjimi

4:3 (90.) Lombaerts

4:4 (93.) Harnik

 

Übrigens eine sehr gute Analyse des Spiels findet sich hier: http://ballverliebt.eu/2010/10/13/und-dann-kamen-die-wechsel/